Buchbesprechung in der Hufnerstrasse

Es wird mal wieder Zeit für eine Buchbesprechung.

Ich bitte Freunde und Gegner dieses Blogs darum, sich einmal auf die Argumentation des Autors einzulassen, zu diesem Zweck stelle ich ausführliche Textpassagen ein. Das kann uns helfen, zu einer Versachlichung der Diskussion zu kommen und endlich die unproduktive Schlacht der emotionalen Gesinnung zu beenden. Das Lesen und Nachdenken anstrengend und ungewohnt, aber ihr schafft das.

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„Ich bin davon überzeugt, dass dieses Buch des deutschen Genozidforschers Gunnar Heinsohn zur Pflichtlektüre von Politikern und Feuilletonisten gemacht werden sollte. Darin wird der Zusammenhang zwischen Menschenproduktion und Gewaltpolitik durchleuchtet. Es darf in keiner Diskussion mehr fehlen, weil die aktuellen Konflikte nur im Licht dieser Analysen transparent werden.“ Peter Sloterdijk, 2006

 

 


Söhne und Weltmacht: Terror im Aufstieg und Fall der Nationen von Gunnar Heinsohn.

gunnarGunnar Heinsohn war Leiter des Instituts für Völkermordforschung an der Universität Bremen, also unverdächtig im Sinne einer politischen Gesinnung.

Damit dieses Buch sein volles Bouquet entfalten kann, muss man sich stets das Erscheinungsjahr vor Augen halten: 2003, also vor 13 Jahren.

Das Buch gibt es mittlerweile nicht mehr zu kaufen, was im Hinblick auf seinen aufklärerischen Inhalt natürlich zu Verschwörungstheorien einlädt. Dem halte ich entgegen, dass es damals wohl einfach kein wirtschaftlicher Erfolg gewesen ist. Im Jahre 2003 hätte ich das Buch auch nicht zu Ende gelesen (der Lektor muss dabei geschlafen haben). Aber unter den aktuellen Umständen liest sich das Buch wie eine offenbarende Warnung, die fahrlässig in den Wind geschlagen wurde. Wer Google bedienen kann, findet das Buch schnell als PDF-Datei. Eine Verlinkung wäre justiziabel und muss daher unterbleiben.

Gunnar Heinsohn hat die Armuts-Invasion für das Jahr 2018 vorhergesagt.

Aktuell liest man von hunderttausenden Afrikanern, die aus Staaten südlich der Sahara kommen und in Nordafrika auf ihre Überfahrt nach Europa waren.
Warum ist das so, was verursacht diese Bewegung?

Heinsohn argumentiert mit dem Youth bulge (Jugendüberschuss), ein von Gary Fuller erstmals 1995 verwendeter Begriff, der die überproportionale Ausstülpung (bulge) der demografischen Alterspyramide in einer Gesellschaft bezeichnet. Nach Fuller liegt ein youth bulge überall dort vor, wo die 15- bis 24-Jährigen mindestens 20 Prozent, bzw. die 0- bis 15-Jährigen mindestens 30 Prozent der Gesamtgesellschaft ausmachen.

 

„Selbst im optimistischen Szenario, daß für jeden ausscheidenden Vater in diesen Regionen sogar mehr als ein Sohn in der Heimat eine für ihn akzeptable Position findet, werden mindestens 300 Millionen junge Männer – zweite bis vierte Brüder – in die Territorien der entwickelten Welt drängen. Dort erreichen im selben Zeitraum gut 100 Millionen Jungen das Jugend- und Erwachsenenalter. Die meisten von ihnen werden mit imponierendem pädagogischem Aufwand und mit immer optimistischer stimmenden Resultaten zu Frieden und Gewaltlosigkeit erzogen.“

„Islamische Länder tragen das Siegesbanner der Fortpflanzung. Youth bulges sind keine alles erklärenden Faktoren, aber Theorien weltgeschichtlicher Großereignisse, die sie schlichtweg ignorieren, greifen zu kurz. Auch weil der Faktor Sohnesüberschuß so beschämend simpel ausschaut und wenig hergibt für theoretische Finessen, läßt man ihn leichthin unausgelotet oder gleich ganz beiseite. Selbst wo er einem irgendwie einleuchtet, behält er etwas Repetitives und Unoriginelles. Dagegen ist nur einzuwenden, daß bei allen Ansprüchen auf Eleganz eines Arguments auf seine Relevanz gleichwohl nicht verzichtet werden kann.“

 

Der Essay von Heinsohn beschränkt sich nicht nur darauf, diesen youth bulge allein im Hinblick auf den Islam durchzudeklineren, sondern er belegt ihn an zahlreichen geschichtlichen Beispielen, vor allem an der europäischen Expansion im Zeitalter der Entdeckungen und des Imperialismus. Sogar die Gründe der Hexenverbrennung werden geschichtlich einsortiert.

 

„Die Dynamik eines youth bulge – das kann nicht oft genug betont werden – resultiert nicht aus Nahrungsmangel. Ein jüngerer Bruder, der als Knecht des Erbsohnes durchaus satt und vielleicht sogar dick werden kann, sucht nicht nach Lebensmitteln, sondern nach einer Position, die Ansehen, Einfluß und Würde verbürgen soll. Nicht Untergewichtige, sondern potenzielle Verlierer oder Deklassierte drängen nach vorne.“

„Bereits mehr als ein Sohn pro Vater erzeugt Spannungen – und zwar innerhalb der Familie, die es nicht einfach nur mit zwei Jungen zu tun hat, sondern mit dem Erstgeborenen und seinem Bruder. Die Eifersucht oder gar tödliche Feindschaft zwischen beiden ist seit Kain und Abel der Stoff zahlloser Werke der Literatur geworden. Hingegen ist historisch schwer zu belegen, daß zwei oder gar mehr Söhne pro Vater rundherum friedlich im Erwachsenensektor ihrer Gesellschaft untergebracht werden können. Schon dort, wo über mehrere Generationen hinweg – sagen wir – zwei Millionen Väter drei Millionen Söhne hinterlassen, gibt es Schwierigkeiten. Wo gar sechs oder neun Millionen Jungen bei zwei Millionen Vätern heranwachsen, wird es ganz ernst.“

41v2Fuirz6L._SY344_BO1,204,203,200_„Denn selbst bei einer extrem liberalen Öffnung der Grenzen können Einwanderer eines nicht sonderlich gut – nämlich viele begabte junge Leute bereitstellen, die von klein auf in einer hochtechnologischen Gesellschaft heranwachsen, souverän mit ihr umgehen lernen und dann die kritische Masse bilden, die sie ideenreich auf neue Höhen führt. Diese Voraussetzung für ein Verbleiben Europas im Spitzensegment der Weltwirtschaft kann womöglich mit direkt in der Wissensgesellschaft aufgewachsenem eigenen Nachwuchs leichter erreicht werden als mit wie auch immer motivierten Zuzüglern aus Afrika und der muslimischen Welt. Selbst Kinder aus zugewanderten Familien, die ihre gesamte Schulausbildung in Deutschland erhalten, scheinen keine Garantie für das Halten eines hohen Niveaus zu geben. Im Gegenteil, sowie der Migrantenanteil in Schulklassen bei 20 Prozent liegt, rutscht das Leistungsniveau aller Kinder in diesen Klassen ab, wird allerdings selbst bei 40 oder mehr Prozent Migrantenkindern nicht mehr schlechter. Hier wird Gewaltiges gelingen müssen.“

Das Schlusswort Heinsohns ist nüchtern und etwas verschwurbelt, aber die durchklingende Warnung macht Angst, denn mit „in 15 Jahren“ meint er heute, also unsere Lebensgegenwart:

„Bei einer Wende nicht nur Amerikas, sondern auch Europas zurück zur Eigenvermehrung muß der Druck innerhalb der youth bulge-Länder, und von dort ausgehend, auf der ganzen Welt wachsen. Man mag das vernachlässigen, weil sich ohnehin nur 60 von 600 Millionen in den kommenden 15 Jahren eine Chance hätten ausrechnen können. Aber man verspürt vielleicht spätestens dann, daß im ersten Viertel des 21. Jahrhunderts noch ganz andere Verluste anstehen könnten als im gesamten Jahrhundert davor. Daß ein solcher Satz Unrecht behalten will, versteht sich von selbst.“

Noch einmal: Das Buch ist von 2003.

Barbra kehrt zurück in die Hufnerstrasse

Es ist phantastisch!

Dieses Mal ist Barbra freiwillig in die Hufnerstrasse gekommen (gemeint ist der Streisand-Effekt). Die Zugriffe auf diese Seiten steigen ständig, da bekomme ich langsam Lampenfieber in Hinblick auf die vielen Leser.

Daher nutze ich die Gelegenheit für Werbung: Wolfgang hat aus dem Exil heraus einen Appell verfasst, dem ich mich anschließe. Details aber erst am Ende der Seite, vorher wird brav alles gelesen.

Was bisher geschah: Das „Hamburger Wochenblatt“ hat mich gestern interviewt.

Ja, dieses Mal war das ein echtes „Interview“, großes Indianer-Ehrenwort. Erkennt man auch sofort am Ergebnis, euer Anwohner51 würde niemals so langweilig schreiben. Es fehlt am Fucki-Fucki, gerade jetzt im Frühling.

Aber der Reihe nach – so trudelte die Anfrage rein:

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Kurz nachgedacht: Das sind keine echten Fragen, denn meine Antworten sind bereits seit Monaten online.

Das Werbeblättchen gehört zur Funke-Mediengruppe, die dem Springer Verlag u.a. auch das „Hamburger Abendblatt“ abgekauft haben. Springer hat verkauft, weil sie darin keine Zukunft mehr sahen. Und siehe da, die Funke-Gruppe verliert damit massiv Kohle:

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Ergebnis des Nachdenkens: Wenn mir jetzt die anonyme Redaktion „die Gelegenheit gibt, Stellung zu nehmen“, was kommt wohl dabei heraus: Ein objektiver Bericht?

Eher nicht. Die Springer-Anwälte haben sich im Rechtsstreit über Werbeblocker im Internet vor Gericht jüngst wie folgt geäußert:

Das Kerngeschäft der Klägerin ist die Vermarktung von Werbung. Journalistische Inhalte sind das Vehikel, um die Aufmerksamkeit des Publikums für die werblichen Inhalte zu erreichen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt, daher habe ich der „Redaktion“ geantwortet (leider wieder etwas länger, ich nehme das Thema eben ernst):

Hallo „Redaktion“,

ja, in der Tat bin ich anonym unterwegs, aber ich kann auch Sie in dieser Mail nur mit „Redaktion“ ansprechen, das schafft doch paritätische Verhältnisse.

Ein Artikel in der Funke-Mediengruppe – eigentlich bin ich eher überregionale Medien wie DER SPIEGEL gewöhnt! 🙂

Was ist der Zweck meines Blogs?

Man kann nicht näher dran wohnen als ich. Ich habe frühzeitig von den Verwendungsplänen der Blockverwaltung erfahren und mich mit der Thematik beschäftigt. Über meine Erfahrungen und Einschätzungen wollte ich öffentlich berichten, denn ich bin mittendrin und kann mich einigermaßen ausdrücken. Man wirft mir für meine Fotos „Spionage“ vor und vergisst dabei, dass es „mein“ Hinterhof ist, für dessen vertragliche Nutzung ich Miete zahle.

Ich stoße überall auf Verwunderung, wenn ich über die zahlreichen PKW  berichte, die die neuen Bewohner gekauft und zugelassen haben. Dabei geht es mir nicht darum, ob der Einzelne ein Auto hat oder nicht – es geht mir um den gesellschaftlichen und ökonomischen Aspekt dabei.

Ich will aufzeigen, was auf einem Hinterhof voller „Flüchtlinge“ so passiert. Und mit zunehmender Temperaturen wird es mehr zu berichten geben, das wurde bereits in den vergangenen wärmeren Tagen des anbrechenden Frühlings offensichtlich.

Aber mein zentraler Punkt ist: Ich stelle Fragen, auf die ich bisher keine Antworten erhalten habe: Wie sieht die Finanzierung aus, was bedeutet das für die Sozialversicherung und die langfristige wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands als Quelle unseres Wohlstandes? Ich erfahre nur polemische Hetze und Strafanzeigen, aber nicht EIN EINZIGES Gegenargument. Das läßt tief blicken.

Strafverfahren, gesetzliche Grenzen:

Bis zum heutigen Tag wurde und wird kein einziges Strafverfahren gegen mich geführt. Sehr wohl habe ich zur Kenntnis genommen, dass eine ältere Dame aus der politisch aktiven Haynstraße 1 eine Anzeige gegen Unbekannt „wegen aller in Frage kommenden Delikte“ erstattet hat. Dem schließe ich mich ausdrücklich an, Delikte müssen geahndet werden, denn die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut und muss geschützt werden. Ich habe meine Texte juristisch bewerten lassen und gehe nicht einmal von einer Ermittlungsaufnahme des Staatsanwaltes aus.

Kurze Zwischenfrage: Halten Sie mich nach Lektüre meiner Texte für einen stumpfen NPD-Anhänger, der mit kahlrasiertem Schädel alkoholisiert verfassungsfeindliche Parolen grölt und den rechten Arm hebt? Ist die Ironie wirklich nicht erkennbar, wenn ich vom Oettinger-Bier auf dem Hakenkreuz-Tisch von IKEA spreche?

Diese „Nazi-Keule“ ist auf intellektuellen Niveau sehr langweilig – wer meine Äußerungen zur Anzeige bringt und mich verfassungsfeindlichen Verhaltens bezichtigt, dem unterstelle ich reine Profilierungssucht. Kein verständiger Mensch kann das ernst meinen.

Der arrangierte SPIEGEL-Artikel ist mir sehr gut gelungen, sowohl das Layout als auch die kritisch-distanzierte Gesprächsführung im typischen SPIEGEL-Stil. Der Hausjurist hat mich ermahnt, mir eine goldene Brücke gebaut und mit erhobenen Finger mitgeteilt, dass er eine so perfekte Fälschung nicht noch einmal sehen möchte. Ich habe seine Rechte verletzt und es anschließend geheilt, so gehen vernünftige Menschen miteinander um. Aber der größte Erfolg war es doch, wie angepisst viele gute Leute waren, die in „sehr großer Anzahl“ heulend beim Spiegel angerufen haben. Das bringt mich auch jetzt wieder zum Lachen. Ich halte euch den sprichwörtlichen Spiegel vor und ihr merkt es einfach nicht. Zu den Inhalten des Artikels stehe ich übrigens nach wie vor, insbesondere die letzten beiden Absätze zur Meinungsfreiheit waren eigentlich viel zu schade zum Löschen. Darauf könnte meine Verteidigung vor Gericht beruhen, also ein wenig substanzieller, als der Herr Anwalt in der Anzeige zu formulieren beliebte.

Übrigens: Im Hintergrund zu diesem Interview läuft bei mir gerade Hard Skin. Wirklich sehr gute Oi-Musik, mein nächster London-Besuch ist bereits gebucht.

Zur Anonymität:

Anonymität ist heute eine technische Herausforderung und leider auch ein Katz-und-Maus Spiel. Noch beherrsche ich die Spielregeln, aber das Thema der Überwachung der Bürger macht mir große Sorgen. Warum haben sich die österreichischen Prognoseinstitute in der Umfrage nach der Präsidentenwahl geirrt? Weil die Leute aus Angst vor gesellschaftlicher Ächtung anonym bleiben wollten und daher in der Umfrage eine falsche Angabe gemacht haben.

Ich habe keine Angst vor dem Staatsanwalt – sollte er Anklage erheben, werde ich mich mit einem guten Anwalt verteidigen. Aber danach muss ich die Stadt verlassen, denn Angst habe ich vor den „antifaschistischen“ Kräften, die im Internet Menschen zur Jagd freigeben, deren Steckbriefe als Aufkleber im Stadtteil verteilen und gezielt die Existenz von Menschen vernichten. Auf ihrer  Webseite rufen sie seit Jahren ungestraft zu schweren Straftaten und Körperverletzung gegen Andersdenkende auf. Das ist eine ernstzunehmende Gefahr und erinnert mich an die Schlägertruppen, der sich beide Diktaturen in diesem Land bedienten.

Wenn Sie mir eine abschließende Anmerkung erlauben: Warum haben Sie mir nicht eine Frage wie diese hier gestellt:

„Sie schreiben in ihrem letzten Beitrag über die hohen Kosten, die Flüchtlinge verursachen. Warum weisen Sie nicht auf die positive Auswirkungen auf der Nachfrager-Seite und die höheren  Investitionen hin,  die jetzt getätigt werden und somit spätere Erträge auch für die Sozialversicherung abwerfen werden?“

So eine Diskussion würde ich mir mal wünschen. Aber statt Fakten dominieren nur Gefühle und Meinungen.

Mit freundlichem Gruß,
Anwohner51

Und so wurde meine „Stellungnahme“ am Ende des Artikels berücksichtigt:

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Hier der Link zum gesamten Artikel – und keine Angst, das ist eine ziemliche Räuberpistole und ein ziemliches Durcheinander von wirren Behauptungen. Einige Mitarbeiter aus Eugens Imperium sind treue Fans dieser Seite, so viel darf ich verraten. Staatsschutz, ich bitt‘ euch, gehts auch ’ne Nummer kleiner?

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Das LKA 7 im Nacken, was sagt man dazu? Mimimimimimimimi!

Das kann man nicht als Lügenpresse bezeichnen, denn so beschimpft man nur seriöse Medien, die den Pfad der Tugend verlassen haben. Ihr seid einfach nur… LESERBESCHAFFER FÜR MEINE SEITE, daher mein ausdrücklicher Dank! Kurz im ebay-Stil:

Netter Kontakt und gerne wieder, alles kann, nichts muss! (fucki-fucki?)

Ach ja, der Appell von Wolfgang: Ach, wisst ihr was, ich mach‘ daraus einen Cliffhanger. Darüber berichte ich das nächste Mal. Wenn Justiz, Staatsschutz, Polizei, MAD, CIA, NSA, NASA, NSU und Stasi mich vorher nicht erlegt haben.

Köstlich, köstlich, das kann man alles gar nicht erfinden.

 

Argumente aus der Hufnerstrasse

In Diskussionen kommen regelmäßig Totschlag-Argumente wie „wir sind so reich“, „moralische Pflicht“ oder eben „du bist ein Nazi“, was jede Diskussion eskalieren lässt. Es braucht also gute Gegenargumente, die sich möglichst am einfachen Denkniveau der Gesprächspartner orientieren. Somit gibt es heute etwas mehr zu lesen, aber es geht ja auch um etwas, da könnt ihr Facebook mal paar Minuten ruhen lassen.

Ein Freund, junger Familienvater und stolzer Eigenheimbesitzer im Speckgürtel, also typischer Schuldsklave unseres Systems, hatte die Diskussion mit der Familie. Obwohl selbst ein überzeugter guter Mensch, kommen ihm ob seiner Verantwortung langsam Bedenken – ein Ergebnis meiner ständigen Hetze Aufklärung. Er entzog sich der Diskussion, indem er seine Sorge um Mutter und Kind (er ist ein Büchsenmacher) in den Vordergrund schob – da endlich kam die direkte Nächstenliebe in der angeheirateten Sippe zum Vorschein und er durfte das Thema wechseln: Sport oder ’ne aktuelle Fernseh-Serie, beides wichtig.

Wie gehen wir idealerweise mit einer solchen Situation um? Indem wir den publizierten Schwachsinn der Tagespresse demaskieren und um ein paar alternativen Sichtweisen ergänzen.

renteSchäuble hat gerade verkündet, dass das Renteneinstiegsalter erhöht werden soll und wir Bürger uns auf eine Kostenexplosion in der Krankenversicherung einrichten sollen. Hat natürlich alles nix mit nix zu tun, allerdings haben das die Nazis Spatzen schon lange von den Dächern geschrien (hier und hier).

Also fragen wir doch die guten Menschen, warum wir denn länger arbeiten sollen, obwohl wir doch gerade kräftige junge Männer in doppelter Millionenstärke pro Jahr ins Land holen (Achtung, Hetze: Die absehbare Entwicklung für 2016 unterstelle ich). Und von der Kraft der Facharbeiter können wir uns doch in vielen Tischbein-Schlägereien und regelmäßigen Tumulten in den Aufnahmeeinrichtungen überzeugen. Ihre Fortpflanzungskraft stellen sie selbst in kalten Dezembernächten unter Beweis, die islamischen Länder haben nicht ohne Grund ihre Einwohnerschaft im 20. Jahrhundert von 150 auf über 1.200 Millionen Menschen verachtfacht! Also nochmal: So viele potente junge Menschen, warum müssen wir länger arbeiten?

boeoemwehNun, das ist ganz einfach, es sind alles Kostgänger. 85% der angeblichen Facharbeiter und Akademiker sind laut unseres obersten Arbeitsdirektors für unsere hochentwickelte Arbeitswelt schlichtweg nicht zu gebrauchen, Bouffier hat sogar schon einen IQ-Test ins Spiel gebracht. Wenn die schon so hohe Zahlen zugeben, läßt das Schlimmes erahnen…

Im wahren Leben ersetzen wir mit der Digitalisierung gerade den einfachen Mitarbeiter und Verkäufer durch digitale Prozesse, weil der Kostendruck in den Unternehmen so hoch ist. Kosten in unserer Arbeitswelt meint hauptsächlich Menschen, wir rationalisieren gerade ausgebildete Menschen weg. Die neuen geschenkten Menschen hingegen sprechen nicht mal unsere Sprache, höchstens ein lautes „Fick disch du Hurensohn“ wie heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit in der S-Bahn, als jemand den Erhabenen anrempelte. Und der Fleiß ist bei den Anhängern der primitiven Sekte aus dem Neandertal auch nicht sehr stark ausgeprägt, also werden auch in diesem Jahr der Spargel und die Erdbeeren von den Polen geerntet, während wir wie jedes Jahr in der Zeitung über deren Preise diskutieren.

jda6q3vuWenn also unser junger Freund mit den Arbeitnehmern seiner Familie aus der bürgerlichen Mitte diskutiert, sollte er diese Leute auf folgende ökonomische Tatsache hinweisen: Löhne und Vermögen der unteren und mittleren Einkommensschichten wachsen seit über 20 Jahren deutlich geringer als die Wirtschaft insgesamt, während die Reichen reicher werden. Die schrittweise Absenkung des durchschnittlichen Renteniveaus auf 45 Prozent des Erwerbseinkommens produziert nachweislich Altersarmut. Als Antwort auf diese Entwicklung wird seit Jahren mit dem Ausbau der privaten Vorsorge geantwortet. Das ist zynisch und erinnert an den Ausspruch „Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen“ von  Jean-Jacques Rousseau.

Die hohe Abgabenbelastung beschränkt sich auf die unteren und mittleren Einkommen. Die Sozialleistungen werden überwiegend von ihnen finanziert, das Solidaritätsprinzip gilt nicht für Besserverdienende. Das fast 900 Mrd. Euro umfassende Sozialbudget wird zu zwei Dritteln von den Sozialversicherungen und zu einem Drittel von staatlichen Zuschüssen getragen, die ebenfalls von der breiten Masse über Einkommens- und Verbrauchssteuern aufgebracht werden:

  • Die, die euch die Migration schön reden, zahlen nicht dafür und leben in den besseren Vierteln.
  • Die, die über eure Rente bestimmen, zahlen nicht ein und müssen nicht von ihr leben.
  • Nur die dümmsten Kälber wählen ihren eigenen Henker.

Wer unterdurchschnittliches Humankapital ins Land holt, kann auf Dauer nicht überdurchschnittlich erfolgreich sein. Wir werden also in Zukunft Probleme haben, deutsche Qualitätsarbeit wie abgasarme Volkswagen, Elbphilharmonien und BER-Flughäfen abzuliefern oder Straßen, Brücken und Infrastruktur perfekt in Schuss zu halten. Dafür sind wir dann ziemlich gut im Sozialwesen und können Willkommensklatschen, hat ja auch was für sich, macht aber nicht satt.

Expertentipp: Wer in der Diskussion davon spricht, dass wir „länger arbeiten“ müssen, ist der Qualitätspresse voll auf den Leim gegangen. Niemand arbeitet wegen des Endalters in der Rentenformel auch nur einen Tag länger, das ist auch gar nicht gewünscht – das Ziel ist die Wirkung einer Rentenkürzung durch Abschläge. Der Arbeitsmarkt ist hartherzig wie der Straßenstrich: Jung, billig und ordentlich erfahren muss sie sein, die Arbeitskraft (ui ui, schon wieder hart am fuckifucki vorbeigesegelt). Warum hat die Politik erst kürzlich die Rente mit 63 eingeführt? Das war ein Wahlgeschenk, denn wer mit 55 arbeitslos ist, ist raus aus dem Spiel. ALG I für 18 Monate, danach Verbrauch sämtlicher Ersparnisse, dann ab in Hartz IV und anschließend in die Armutsrente– also auf das Niveau der neuen Menschen, die hier nie eingezahlt haben. Ähhh, kann da mal einer etwas gegen sagen? Die AfD vielleicht? Nein, die müssen sich ja gerade selbst in die Knie schießen und unwählbar machen.

12645227_951248921618364_4703284474998408508_nUnd was die Krankenversicherung angeht: Angehörige von gesetzlich Versicherten können in Istanbul oder sonst wo mit der deutschen Versicherungskarte zum Arzt gehen, ohne jemals selbst in Deutschland gewesen zu sein oder gar Beiträge gezahlt zu haben. Muss man da noch groß erklären, dass so ein dekadentes System ein Kostenproblem bekommt? Und welche gestresste Arzthelferin kann den Neger mit dem unaussprechlichen Namen auf der Versichertenkarte vom anderen unterscheiden, da kann doch auch der Cousin mal…? Könnte sich nach dem Pflegeskandal um den nächsten „Milliardenskandal durch Abrechnungsbetrug“ handeln, aber wie man hört, wussten die Politiker schon seit Jahren von der Abrechnungsmafia.

 

Ich möchte mit der Königin von England schließen. Sie fragte 2008 bei einem Besuch der London School of Economics, weshalb man den Crash der Finanzmärkte nicht vorhergesehen habe. Antwort der Gelehrten: „Zu jedem Zeitpunkt verließ sich irgendjemand auf irgendjemand anderen, und alle dachten, sie würden das Richtige tun.“

So, das war viel Text. Ich ende mit einem fröhlichen 88, dann können Marthe und Sigrid mich wieder anzeigen, denn verstehen können und wollen sie diesen langweiligen Krams nicht, sie wollten einfach nur gut sein.

Schmerzen in der Hufnerstrasse

Oh, das tut so weh, diese Schmerzen, DIESE SCHMERZEN.

 

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Ich weiß nicht, wer dümmer ist: Der Bundeswirtschaftsminister oder die Journalisten. Oder machen die das absichtlich, um ihn vorzuführen? Aber das verstehen die Menschen doch nicht mehr, die Mehrheit in diesem Land empfindet doch nur noch Mitleid und hat keinen Verstand. Die sind doch gar nicht in der Lage, die Dummheit „unseres“ Ministers zu begreifen…(„Das zahlen doch nicht wir, das zahlt der Staat.“)


 

Auf dem Hinterhof der Hufnerstrasse ist eine neue Baustelle eröffnet.

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Der MuKack ist allen kulturellen Herausforderungen gewachsen. Man kann sitzen, im Stehen pinkeln oder sich als Moslem draufstellen – ohne Kontakt zur Sitzfläche, auf der eventuell dreckige Ungläubige saßen.

Es werden Strom und Zu- und Ableitungen verlegt, ich habe auch schon die neuen Sanitäreinrichtungen bewundern dürfen. Für unsere Gäste nur das Beste.

Hinweis an Eugen:

Ich schlage vor, die Parkplätze auf dem Hinterhof nur noch Zuwanderern zur Verfügung zu stellen.

Die neuen Menschen haben sich erfreulich gut integriert und mittlerweile 5-6 eigene PKW auf dem Hof stehen und parken gerne direkt vor ihrem Eingang. Da wird der Parkraum langsam knapp, deine zahlenden Mieter sollten sich doch ruhig mal solidarisch mit den armen Kriegsflüchtlingen zeigen und woanders parken.


 

Ich lese in der Presse immer wieder, dass die AfD extremistische Menschen rechter Gesinnung in sich vereint.

Ich lese in der Presse nie, dass CDU, SPD, Linke und Grüne extremistische Menschen antideutscher Gesinnung in sich vereinen.


 

Kennt ihr Godwin’s law? Das ist ein Begriff aus der Internetkultur, der von dem Rechtsanwalt und Sachbuchautor Mike Godwin 1990 geprägt wurde. Es besagt, dass im Verlaufe längerer Diskussionen mit zunehmender Dauer die Wahrscheinlichkeit, dass jemand einen Nazi-Vergleich einbringt, sich dem Wert Eins annähert. Und das ist nicht auf Deutschland beschränkt. Cool, kannte ich bisher nur unter dem Begriff Nazi-Keule.


 

Köstlich, köstlich, das kann man gar nicht erfinden:

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Mal unter uns jetzt: Darf man die durch Hinterteile erregten „Primitive“ nennen? Zickenficker finde ich jetzt zu primitiv.


 

Wolfgang hatte angeregt, dass ich ein Logo verwenden sollte. Welches ist mir besser gelungen, ich bitte um Meinungen.

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Schützende Hände über eine funktionierende deutsche Sozialversicherung ohne Kostgänger von außen.

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Stärkung des nationalen Gedankens und Aufforderung zur Alternative für Deutschland.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PS: Hätte ich fast vergessen. Alles Gute zum 18. Geburtstag, was für ein herrlicher sonniger Tag heute! Darauf erheben wir heute das Glas.

PS1: Marthe und Sigrid, ihr alten Hühner, da wird euch beim Gedanken doch auch ganz warm ums Herz, heute noch mal den 18. feiern? *gg*

Barbra Streisand in der Hufnerstrasse

Als (Barbra) Streisand-Effekt wird ein Phänomen bezeichnet, wonach der Versuch, eine unliebsame Information zu unterdrücken oder entfernen zu lassen, öffentliche Aufmerksamkeit nach sich zieht und dadurch das Gegenteil erreicht wird, dass nämlich die Information einem noch größeren Personenkreis bekannt wird.

An dieser Stelle befand sich bis heute ein vermeintliches Interview mit dem SPIEGEL, welches in dieser Form so nie stattgefunden hat. Frau Sandberg vom SPIEGEL bitte ich höflichst um Entschuldigung für die vielen Anrufe und Mails von besorgten guten Menschen, die nicht wahrhaben wollten, was nicht wahr ist. Herrn Dr. Jürgens aus der Rechtsabteilung des SPIEGEL danke ich sehr für sein Entgegenkommen, die Sache formlos zu beenden. Trotz Anonymität gibt es Spielregeln, die einzuhalten sind.

Als treuer Abonnent des (gedruckten!) SPIEGEL habe ich offensichtlich ein nicht ungeschicktes Händchen für deren Layout, so dass ich viele gute Menschen in die Irre geführt und zum Hyperventilieren gebracht habe. Danke, ihr seid alle großartig und ich habe sehr viel über euch gelacht (… who turned out to be a wanker – Zitat „Hard Skin“).

Marthe Friedrichs danke ich ausdrücklich für ihr tolles Engagement im Namen meiner Sache, was für eine herrliche Vorlage, die musste ich verwandeln. Sie hat ganz nach dem Mephisto-Prinzip gehandelt: „Die Kraft, die Böses will und Gutes schafft.“ – danke für den vielen Traffic auf meinen Seiten!

I love you all (stellt euch dabei die Stimme von Michael Jackson vor, so ein seichtes Hauchen): ‚ove you all!

Wer diese Phantasie nicht aufbringen kann, denkt einfach an Erich Mielke (ist euch politisch vielleicht auch näher): Ja, aber… ich liebe doch… ich liebe doch die Menschen!

Aktennotiz aus der Hufnerstrasse

„Hass“, „Nazi-Webseite“ und „Hetze“ – mit schön schwammigen Begriffen begründet man in diesen Tagen die Notwendigkeit für eine inzwischen allgegenwärtige Sprachpolizei. Gegen ideologisch gefestigte Gutmenschen kommt man schwerlich an.

Die Verunglimpfung oder Herabsetzung, sprich Humor, ist doch die einzige und beste Möglichkeit, diese Abgehobenen auf den Boden der Tatsachen zurück zu bringen. Gefällt nicht jedem, muss es auch nicht. Wie sonst kann man in diesen Tagen noch Aufmerksamkeit für eine vom Mainstream abweichende Meinung bekommen?

Wenn Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen einfach so alleine im Raum stehen und man es ernst meint und damit tatsächlich eine politische Orientierung ausdrücken will, dann wäre diese Seite eine Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates, das steht außer Frage. Aber die provokative Satire will ja permanent den Anschein erzeugen, der sich gegen das formal Erlaubte richtet, wie beispielsweise gegen die Störung der verfassungsmäßigen Ordnung, das aber gar nicht beabsichtigt, weil es der uneigentliche Ausdruck der Satire ist.

Das führt zu einem Problem, weil ja nicht jeder, der bei einem kurzen Blick auf diese Seiten Abbildungen von Hitler sieht, auch versteht, wie es möglicherweise gerade nicht gemeint ist. Denn es gibt Ausnahmen von der strafbaren Tathandlung, sonst wären so herrliche Bücher wie „Er ist wieder da“ in Deutschland nicht mehr möglich. Allerdings müsste man dafür den Willen aufbringen, sich mit der Meinung der Gegenseite zu beschäftigen und sie auch ernst nehmen. Das ist heute leider nicht mehr der Fall.

Fazit: Ich bin mit der unkontrollierten Zuwanderung nicht einverstanden und will das zum Ausdruck bringen. Natürlich spiele ich mit den üblichen Nazi-Klischees der Gutmenschen und das ist mir aus meiner Sicht rein von der Satiretheorie her sogar sehr gelungen, weil es alle Voraussetzungen erfüllt. Ich spiele mit den Nazi-Klischees, die in diesem Zusammenhang die öffentliche Meinung dominieren und lege sie damit offen.

Gegen Adolf Hitler traute sich übrigens kein Deutscher wirkliche Satire zu machen. Es war einzig und allein Charlie Chaplin, der mit „Der große Diktator“ aus einem freien Land heraus Satire machte.

Liebe Marthe Friedrichs, in deinem Kabarett habe ich große Künstler genossen (einem verdanke ich sogar meinen Vornamen), die Menschen wie dich heute nicht mehr gut ertragen könnten. Da ist mir dein Aufklärungsvideo über dein Sexualleben als 70jährige Frau schon lieber, obwohl ich das privat ziemlich ekelig finde.

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PS: In 10. Tagen bin ich übrigens zu einer großen Geburtstagsparty eingeladen, wir wollen mit Kameraden draußen feiern. Drückt mir die Daumen für trockenes Wetter!

Nachhilfe in der Hufnerstrasse

Ach Kinners, was für eine Woche. Viel Arbeit, wenig Ehr‘. Und wieder muss ich leider mit einigen Lesern schimpfen, dabei könnten wir doch gemeinsam über Blankenese lachen!

Gerade fährt wieder ein RTW auf den Hinterhof zu den geschenkten Menschen, da hat es wohl wieder was an die Ohren gegeben oder aber es sitzt ein Pups quer. Bei Schlaganfall und Flüchtlings-Aua gilt: Zeit ist Leben, sofort 112 rufen.

Während es im Umkreis von 250m um meine Wohnung DREI (Groß)unterkünfte gibt, ist Blankenese bisher flüchtlingsfrei (darf man das im April 16 noch sagen, oder ist das zu nah dran am menschenverachtenden Begriff „judenfrei“ der Nationalsozialisten?).

Die Pfeffersäcke wehren sich mit Nachdruck gegen unsere Rentenbeitragszahler von morgen. Damit ist zumindest klargestellt, dass Ablehnung der unkontrollierten Zuwanderung nicht mit Bildungsniveau und Einkommen korreliert.

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Herrlich, das kann man gar nicht erfinden! Die Pfeffersäcke aus Blankenese wollen keine Kulturbereicherer. Wo wohnen eigentlich unsere Senatoren..?

Jetzt zu euch, ihr lieben, teilweise leider doofen Leser!

Ich fühle mich ungeliebt und unverstanden. Die Erklärung ist, leider, dass ihr alle nicht mehr richtig lesen könnt. Zugegeben, heute liest man nicht mehr, sondern konsumiert in kleinen, gut verdaulichen Portionen. Während ich mir mit dem Verfassen dieser Texte Mühe gebe, wird das alles nur überflogen und sobald Herr Hitler zu lesen oder sehen ist, greift der Automatismus: Fundierte Kritik + Hitlerbild = Nazi.

Steigerung davon: Rechtsextremer Nazi. Meine Güte, wie mich das langweilt. Gestern erst wieder erlebt und es ist überflüssig zu erwähnen, dass diese Leute meine Frage zur Finanzierung der Sozialversicherung mit der Plattitüde beantworten, dass wir ein extrem reiches Land wären. Und die haben BWL studiert und sogar promoviert… warum nur können sie dann nicht diese einfache Frage beantworten?

Zu unserem Problem: Was können wir tun, damit ihr besser und aufmerksamer lest und dabei mit euren Konzentrationsstörungen umzugehen lernt? Mit der ehemaligen Lehrerin und Moderatorin Sigrid Stallbaum konnte der Anwohner51 eine Referentin gewinnen, die brennende Fragen alltagsnah und mit großer Erfahrung beantwortet und praktische Methoden an die Hand gibt. Bitte arbeitet an euch, wir müssen mal von diesem lächerlichen Nazigeschrei weg kommen. Und Sigrid kennt sich aus: Laut dem wohlwollenden Bericht „Hausbesetzer mit grauen Haaren“ in der FAZ waren die heutigen Bewohner der Haynstraße 1 in den 1970er Jahren „Trotzkisten, Leninisten und Maoisten“. Damals „entzogen“ sie durch ihre Besetzung das Haus „dem kapitalistischen Verwertungsprozess“, schreibt wiederum die TAZ im Artikel „Die sauren Früchte der Revolution“. Seither residiert das Wohnkollektiv zu einer Sozialmiete von 4 Euro pro Quadratmeter in einem der schönsten Häuser Eppendorfs. Eine sehr erfahrene Gutmenschin also.

sigrid

Lehrerin. Verbeamtet. Vom Ruhestand gelangweilt und alleinstehend. Da braucht es eine neue Aufgabe. Wie wäre es mit… FLÜCHTLINGSHILFE? Ja, das ist es, da fühlt sie sich gebraucht.

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Es nützt nichts, ihr müsst euch stärker konzentrieren. Nein, Wolfgang, KEINEN Witz darüber, dass es damals Lager für so etwas gab. Von so einem menschenverachteten Witz distanziere ich mich.

 

 

 

 

 

 

 

 

Warum Sigrid, fragt Wolfgang und guckt anklagend in Richtung der leeren Bierflaschen auf meinem Tisch der Kameradschaft. Nun, das Frl. Sigrid ist politisch erfahren und der Spiegel hat schon vor über 10 Jahren über sie und ihre Genossen gesagt, dass an ihrem Wesen unser großdeutsches Volk genesen soll. Sie kann uns nicht nur beibringen, längere Texte mit Konzentration zu lesen, sondern hilft uns auch, ideologisch richtig zu denken.

gutemenschen

Hausbesetzer mit grauen Haaren: Eine Hamburger Mietergemeinschaft will seit Jahrzehnten die Welt verbessern. Generationen von Protestlern lebten in der Haynstraße 1. „Es ist ein Privileg, in diesem Haus aufgewachsen zu sein“, sagt einer.

 

Dann gibt es auch noch eine erfreuliche Neuerung beim Freifunk. „Erfreulich“, was für ein schönes und seltenes Wort in diesen Tagen: Man hat aus Erfahrungen gelernt. Es besteht somit Hoffnung, in den kommenden lauen Sommernächten keine ungebetenen Internetsurfer zu später Stunde vor den Fenstern der Anwohner ertragen zu müssen, die biertrinkend lautstark nach Hause skypen.

Tolle Lösung – in den „Problemstunden“ bleibt das Netz aus. Danke, lieber Florian.

Abschließend darf ich den Kollegen aus der Rechtsabteilung als auch vertrockneten pensionierten Beamtinnen aus der angestaubten 68er Kaderschmiede noch ein paar Hinweise über die Herkunft und Intention meines Wortschatzes geben:

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Das aktuelle Album von Hard Skin. Werden auf dem Cover rechte Arme zum Hitlergruß erhoben? Kann mal jemand seinen Anwalt pauschal Strafanzeige stellen lassen?

Oi! Oi!

Spätestens nachdem es 1981 nach einem Oi!-Konzert in Southall/London zu Ausschreitungen zwischen den Konzertbesuchern und den asiatischen Anwohnern gekommen war, wird Oi! in der Öffentlichkeit und den Massenmedien oft mit Neonazismus assoziiert. Dies ist aber ebenso wenig zutreffend wie die pauschale Gleichsetzung von Skinheads (egal ob traditionell oder Oi!-Skin) mit Rechtsextremisten oder Neonazis. (Wikipedia)

Hard Skin:

„Last night, we went out for dinner. It was excellent, apart from one Canadian, who was fucking stupid. He told us, he was apolitical which means, he doesn’t do politics. We do politics. Hard Skin are anti-nazi. Fuck screwdriver, fuck’em. Fuck Canadians. For one time only, the next song is called: All nazis are cunts.“ (Live im abc club in Tokio, 29.5.2005)

Das war ausländisch. Übersetzt bedeutet das, dass ich Hard Skin für eine ziemlich gute Oi! Band halte. Die Böhsen Onkelz waren hingegen niemals eine Oi!-Band, auch wenn deren Musik dem Stil ein wenig folgen. Man darf nicht vergessen, das Kevin Russel britischer Staatsbürger war (ist?) und er von seiner damaligen Zeit in London musikalisch sehr geprägt wurde.

Tisch der Kameradschaft:

thumbs_picdump446_30Diesen Tisch habe ich bei Ikea in Italien gekauft, Modell „Hadølf“. Über das Angebot hat sogar der Berliner Kurier berichtet. Und Wolfgang hat nach unserem letzten Stammtisch keine Untersetzer benutzt, jetzt bekomme ich die Bierflecken einfach nicht mehr wegpoliert.

VPN:

Der Nutzen eines VPNs ist je nach verwendetem VPN-Protokoll durch eine Verschlüsselung ergänzt, die eine abhör- und manipulationssichere Kommunikation zwischen den VPN-Partnern ermöglicht. (ggf. Haus-Techniker fragen)

Tor:
Tor ist ein Netzwerk zur Anonymisierung von Verbindungsdaten. Es wird für TCP-Verbindungen eingesetzt und schützt seine Nutzer vor der Analyse des Datenverkehrs. Es basiert auf der Idee des Onion-Routings. (Allgemeinwissen)

dm-crypt:

702px-Enigma-logo.svgDas ist das Kryptographie-Modul des Device Mappers im Linux-Kernel.

Ich erinnere mich noch lebhaft an eine Begegnung, in der ein Bürger mit zweifelhafter Ost-Vergangenheit bei Horch+Guck mit einem Mathematiker über die Kombination des Twofish-Algorithmus‘ diskutierte und ich BWL-Depp die elliptische Kurve mit dem Hockenheim-Ring verwechselte. Wahrscheinlich haut jetzt der alte Naturwissenschaftler Wolfgang auch noch einen drauf. Ihr seid alle so gemein, denn ich bin doch stets bemüht!

 

mimimimi

Er hat 08-15 gesagt, das reicht, jetzt lauf‘ ich zum Bernd…

Kinners, euch allen ein schickes Wochenende, genießt die Sonne und hetzt nicht so viel, das finde ich privat nämlich ziemlich ekelig.

Passt auf euch auf.

13/4/7 (na, Mäuschen, wofür steht das?)

Hahaha, danke für diesen schönen Abend.