EXKLUSIV! „Bereiterklärung“ in der Hufnerstrasse

Der Anwohner saß am Freitag mit einem Headhunter im Grand Elysée Hamburg zum Bewerbungsgespräch. Wer ohne Flüchtlinge leben will, braucht eben etwas mehr Kohle. Plötzlich kommt Eugen mit seinem Geschäftsführer Stefan Meiners von der BlockBau&Technik um die Ecke und setzt sich an den Nebentisch.

Folgendes konnte ich aufschnappen:

 

Stefan: Du, Eugen, wir müssen den Mietlingen in der Hufnerstrasse langsam mal sagen, was wir da vorhaben. Da laufen doch schon die Vermesser über’n Hof, der mannshohe Zaun ist gezogen – die rufen hier ständig an und stellen Fragen!

Eugen: Ach was, Unsinn. In Barmbek leben die Dummficks ohne Kohle und Verstand. Die klagen eh‘ nicht. Ist auch alles mit der Stadt schon abgesprochen. Wir ziehen jetzt durch und bekommen dafür in zwei Jahren die Baugenehmigung für die Luxuswohnungen, dann ist auch die Höhenbegrenzung und das leidige Thema des sozialen Wohnungsbaus vom Tisch. Und den Abbruch zahlt auch die Stadt, ein gutes Geschäft.

Stefan: Ja, aber…

arschlocheugen

So geht Gewinnmaximierung. Jetzt zahlt Hamburg sogar noch den Abbruch der seit Jahren leerstehenden Gebäude auf dem Hinterhof…

Eugen: Kein aber. Mit deinen Bedenken hätte ich es niemals auf 150.000 Steaks pro Tag gebracht. Außerdem halte ich mir damit mein schönes Poppenbüttel frei von diesen Menschen, meine liebe Christa würde die in ihrer Nähe einfach nicht ertragen. Und da spielen meine Enkelkinder im Garten, man muss auch an die nächste Generation denken!

Stefan: Schön, aber ich lasse den Mietern mindestens ein Schreiben zukommen, damit die sich mitgenommen fühlen.

Eugen: Mir doch egal, aber lass‘ das von der Rechtsabteilung prüfen, immer schon unverbindlich bleiben. Jetzt aber genug davon! Ich bekomm‘ gerade mal die Tagespauschale von 35 Euro pro Mann und Maus, mit diesem Scheiß kann ich mich da nicht länger aufhalten.
Kommen wir endlich zum Thema: Hast du die Baupläne für die Familienfinca auf Malle fertig? Das Projekt muss in 12 Monaten komplett durch sein, da dulde ich keinerlei Verzögerung…

 

Den Rest konnte ich leider nicht mehr verstehen. Und den Job hab‘ ich auch nicht bekommen, also werde ich das Elend voll mitnehmen. Eine Frage habe ich aber noch an die Leute mit kaufmännischen Verstand: Wenn ich mir ein Auto kaufe, heißt es dann im Kaufvertrag:

a) Der Verkäufer verkauft dem Anwohner ein Auto.

oder

b) Der Verkäufer erklärt sich bereit, dem Anwohner ein Auto zur Verfügung zu stellen.

Antworten wie immer in die Kommentare.

Und hier ein Ausblick auf den Hinterhof der Hufnerstrasse für die nächsten Jahre.

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Das wird schön bunt auf dem Hinterhof, jetzt wird auch klar, warum mannshohe Zäune gezogen wurden. Da wäre eigentlich mal eine Mieterhöhung fällig…

Stop-1UPDATE: Habe ich vor den Toren der Stadt entdeckt, sehr schön. Aber hätte man nicht statt der grauen Grundierung direkt mit Neonfarbe arbeiten können?

Und was ist gegen die gute alte Schablone zu sagen, damit hat doch schon die „Weiße Rose“ gearbeitet. Ach, diese Kids von heute… anonymes Internet beherrschen sie, aber schon beim Straßenschild bemalen auf dem platten Land verursacht das Adrenalin ein leichtes Zittern in der Pinselführung…

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8 Gedanken zu “EXKLUSIV! „Bereiterklärung“ in der Hufnerstrasse

  1. Hallo Anwohner,

    dann hatte ich ja bei meinem Kommentar unter „Anwohner der Hufnerstraße kommt hinter Gitter” mit dem Spielplatz als Grund für den Zaun ganz richtig spekuliert.

    Oh… Mann…. Ihr tut mir leid. Sieben Tage in der Woche „frohes Kindergekreische“ und „Folklore“ bis tief in die Nacht.

    Ihr werdet noch froh sein, wenn Block endlich den Bau seiner Luxushütten beginnt….

    Viele Grüße

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  2. Hallo Anwohner,

    du wohnst doch sicherlich in einer Mietwohnung. Zieh doch einfach um. Und wenn ich dir noch einen Tipp geben darf: Versuch dich mal auf die schönen dinge im Leben zu konzentrieren. Wie kann man sich in so etwas Unwichtiges so dermaßen hineinsteigern? Nehm dir mal ne Woche Urlaub, fahr an die Ostsee und genieß das Leben. Es gibt so viele schöne Sachen da draußen zu entdecken, wenn man nicht immer nur in seinen Hinterhof guckt…

    In diesem Sinne viel Erfolg und gute Besserung!

    P.S. Deine ständigen 3. Reich Vergleiche/Witze provozieren auch keinen mehr, wir haben das Jahr 2016…

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    1. Danke für deinen Link auf das DIA-Institut für Angstvorsorge. Interessanter fand ich deine Absender-IP: Du versendet solche Kommentare von deinem Arbeitsplatz aus. Das und die Tatsache, dass du die unkontrollierte Zuwanderung als „Unwichtig“ bezeichnest, ist bezeichnend.
      Ein kleiner BMW-Angestellter (oder haben die hier in HH etwas von Bedeutung?) hält das Ereignis der Zuwanderung für „unwichtig“ und empfiehlt einen Ausflug an die Ostsee. Geschenkt. Jetzt aber bitte mal ein Gegenargument zu den genannten Zahlen, die Wolfgang und ich hier gebracht haben. Kommt aber nichts, entspricht deinem Steueraufkommen zur Kostendeckung dieser „Unwichtigkeit“. WIE SIEHT DIE FINANZIERUNG AUS, WIE DIE NÖTIGE INFRASTRUKTUR? Von Integration will ich gar nicht anfangen.

      Das mit dem 3. Reich hingegen nehme ich ernst. Ich hörte das jüngst von Leuten, deren Meinung mir sehr wichtig ist. In der Regel sind die Kritiker eher jünger (und/oder aus dem Osten), also unter dem Gesinnungsterror aufgewachsen. Zu meiner Marinezeit war es normal, dass bei Feierlichkeiten unter Zugabe von Alkohol dem Großadmiral die Ehre erwiesen wurde. Das war verboten, förderte den Zusammenhalt und hat uns zu den besten Demokraten gemacht, die sich die BRD wünschen konnte. Heute hingegen wird mir übel, wenn ich morgens NDR-Info höre, das ist Propaganda in Reinform. Und ich kann nur über eure Aufregung lachen, wenn hier BDM-Mädels mit dem Hitlergruß zu sehen sind, weil ihr einfach nur reflexartig „Nazis raus“ schreit, ohne die wirkliche Diktatur unserer Zeit zu erkennen.

      „Nazis raus“ gehört zu einem Konzert von den Ärzten, den Hosen und natürlich Jan Delay. Aber wenn Politiker/Medien uns das abverlangen, dann sollte man langsam mal mit dem Nachdenken anfangen.

      Warten wir es ab. Du verkaufst deine BMWs und ich werde weiter berichten.

      88. HH. 18. 81. (fehlt noch was?)

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  3. Moin Leute,

    mit „Mietwohnungen in Barmbek“ sieht das mittlerweile ganz übel aus. Ganz, ganz übel.

    Allein hier in der nächsten Nachbarschaft sind mindestens 10 Wohnungen von Schwarzafrikanern (die erkennt man so leicht) neu bezogen worden. Wenn die mit ihren Familien einziehen, können die sich auch ohne weiteres Wohnungen in der „€ 1000,–„-Klasse leisten. Und die Vermieter nehmen die gern, weil deren Knete von der Behörde sicher ist.

    Die werden selbst dann gerne genommen, wenn die ne schlechte Schufa haben. Dann ziehen nämlich die „Welcome-to-Barmbek-Wohnungssuchecoaches“ los und treten sich vor Ort schon gegenseitig auf die Füße. Ein wohnungssuchendes einheimisches Mütterlein hat noch nie im Leben einen „Coach“ beigestellt bekommen.

    Die Vermieter haben zur Zeit viel Spaß. Viel größere Nachfrage als Angebot. Was das für uns Mieter auch preislich bedeutet, kann ja jeder im aktuellen Mietspiegel nachsehen. Die Kosten explodieren. Das kriegen auch Mieter in bestehenden Mietverhältnissen bei den kommenden Erhöhungen zu spüren.

    Wer also „such Dir ne neue Wohnung“ daher faselt, der hat sich garantiert mit der aktuellen Situation nicht befasst.

    Ein funktionierender Rat wäre: „zieh dahin, wo kein Flüchtling wohnen will“. Also raus aufs Land. Die stützeempfangenden Flüchtlinge wohnen dann bequem in Barmbek. Und die Steuerzahlenden müssen jeden Tag stundenlang pendeln.

    Die Deutschen haben nen kollektiven Dachschaden. Echt jetzt…..

    Viele Grüße

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  4. Hallo Anwohner51,

    du hast 14 und 28 vergessen 😉

    Ich komme ursprünglich vom Lande und wohne jetzt am Stadtrand, bin also von meiner Wohnsituation her, NOCH, nicht betroffen (obwohl schon gemunkelt wird). Auffällig ist, dass auch bei uns im „Reichen-Viertel“ (da wohnt z. B. Herr Tillich) natürlich keiner unserer neuen Freunde angesiedelt wurde, obwohl da viel Platz wäre… In der Stadt sieht´s natürlich anders aus.
    Wenn wir nun bei uns außerhalb irgend eine Veranstaltung haben und die „Städter“ zu Besuch kommen, wird immer gestaunt wie schön und ruhig es hier ist und man ja nicht nur schwarz sieht. Und dabei bin ich mir sicher, dass es bei uns generell noch nicht so überrannt ist wie bei euch, Köln, Berlin, etc…

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    1. Hallo Jule, ich habe die Kameraden gefragt und wir kamen nur zu einem einzigen denkbaren Ergebnis: 28 (BH) und 14 (A-D) signalisiert: „BH gefüllt mit Doppel-D“.
      Das klingt, ganz ernstgemeint, verlockend. Leider leider muss ich an dieser Stelle Prof. Raffelhüschen zitieren, der da sagte: „Sie können jetzt sofort rausgehen und ihren Trieben nachgehen, das Demografie-Problem bekommen Sie damit nicht mehr in den Griff.“
      Ansonsten bin ich bei Ihnen: In einigen Gegenden kann „man“ noch wohnen. Wenn mein Haus direkt an der Front von Zuwanderern angepisst wird, dann fühle ich mich defintiv nicht mehr wohl – also werde ich in Zukunft mehr Geld bezahlen müssen, um wie ein zivilisierter Mensch wohnen zu können.
      Wolfgang hat bereits angemerkt, dass das a) sehr teuer wird und b) er die Strecke nicht mehr per Fahrrad schafft.

      Aber wie sagte der Polizist bei der Anzeigenaufnahme der Nachbarin wegen sexueller Belästigung: Um 23 Uhr alleine durch die dunkle Gasse zu gehen ist nicht die beste Idee gewesen.

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  5. Mooooment mal…..! Selbstverständlich „schaffe“ ich noch ausgedehntere Radtouren. Mit meinem Altherrenrad bilde ich sozusagen eine integrale Einheit aus Stahl, Muskeln und Samensträngen. Ich müsste es höchstens mal wieder putzen….

    Seit 30 Jahren kenne ich Barmbek. Damals war das ein Arbeiterstadtteil. Aber die Arbeiter starben aus und viele Türken zogen in die preiswerten Wohnungen. Während Dulsberg, Steilshoop, City Nord, Bramfeld und große Teile von Wandsbek für Deutsche zunehmend unbewohnbar wurden, konnte sich Barmbek noch gerade über Wasser halten. Vor einigen Jahren erfuhr es sogar wieder gestiegene Beliebtheit bei jungen Leuten, die sich das Wohnen in den angesagten zentralen Stadtteilen nicht leisten konnten.

    Das haufenweise Reinstopfen von Flüchtlingen in unseren sowieso schon extrem dicht besiedelten Stadtteil wird Barmbek nicht gut bekommen. Wir werden hier Dulsberger Verhältnisse bekommen, wenn wir das Ruder nicht noch rumreißen können.

    Viele Grüße

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  6. mit 28 hast du Recht, 14 steht allerdings für die „14 Words“. Das ich dir noch was beibringen kann… :o)
    Da hab ich mich ja jetzt als Nazi geoutet, wobei ich heute ein schönes Plakat gesehen habe, mit dem ich mich durchaus identifizieren kann:
    N icht
    A n
    Z uwanderern
    I nteressiert !

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