Und noch einmal: WLAN in der Hufnerstrasse

Es sind denkwürdige Tage, die wir gerade in Deutschland erleben. Zum ersten Mal in meinem Leben kann ich wirklich nachvollziehen, wie die Menschen das Jahr 1933 erlebt und empfunden haben müssen.

Manchmal glaube ich auch, zu träumen. Aber dann erwache ich und es ist nach wie vor die Realität.

So lese ich in diesen Tagen echte Arschlöcher wie meinen Nachbarn Finkeldey in der Hufnerstraße gegenüber. Ja, richtig gelesen: Für mich ist das ein Arschloch:

Er hat die Silvesternacht in Köln erst mit dem Oktoberfest relativert und anschließend aus seinem warmen Stuhl heraus festgestellt, dass das mit den Strafanzeigen der Frauen alles gar nicht stimmen kann. Ganz ehrlich, ich habe eine Schwäche für Typen wie Hartmut: Er ist in seinem Leben einfach an der Stelle hängen geblieben, an der sich jeder von uns in jungen Jahren mal erleuchtet gefühlt hat, nähmlich zwischen den Zeilen von Kafka und Nietzsche (ätsch, Hartmut, jetzt haste gedacht ‚dämlich schreibt nähmlich‘ und dich schon ein wenig gefreut, nä?).

Aber die Mehrheit von uns legte irgendwann die Bücher beiseite, ging zur Arbeit und zeigte Leistung. Und während die einen ihr Leben „auf Arbeit“ verbringen und 50% Abgabenlast für den fürsorglichen Vater Staat produzieren, sitzt Hartmut Finkeldey warm und trocken in der Hufnerstraße, legt die Füße hoch und stellt anhand der Fakten in seinem Internetbrowser zweifelsohne fest: In Köln ist gar nichts passiert. Und um die ängstliche Nachbarin in der Hufnerstrasse von gegenüber in ihrem Rassismus ein wenig zu disziplinieren (‚eine Gefahr, die ich aus meiner Schreibstube heraus nicht sehen kann, gibt es nicht‘), kündigt er das Aufstellen eines zusätzlichen Freifunk-Hotspots an. Ich habe wirklich nichts gegen Hartmut, aber privat finde ich diese Typen ekelhaft.

wlan_block

Zum Vergrößern klicken.

Und dann gibt es Tage, an denen es wirklich weh tut.

Wenn sich zum Beispiel Eugen Block mit Themen zu Wort meldet, zu denen er lieber seinen Sohn Dirk sprechen lassen sollte.

Wenn er sich über das „WLAN-Problem“ äußert. Weil sich Mietlinge offensichtlich beschwert haben.

Anbei das Schreiben. Oh, diese Schmerzen!

Lieber Eugen:

WLAN „muss“ in Deutschland keinesfalls verschlüsselt werden.

Es sind auch keine „Unbekannten“, die das WLAN in der Hufnerstrasse „missbrauchen“.

Es sind die Armuts-Zuwanderer aus deiner Schrott-Immobilie, für die du jeden lieben Tag bei der Stadt Hamburg abkassierst. An denen naive Gutmenschen mit Hilfe von Freifunk ihr Ego polieren. Und die Zuwanderer halten sich natürlich lieber in den Treppenhäusern auf, weil es darin wärmer als auf der Straße ist.

Eugen hat Angst vor Urheberrechtsverletzungen und Gutmensch Finkeldey keine Kohle – das wird wohl nichts werden mit einem eigenen WLAN in der Hufnerstrasse 51. Tja, liebe Nachbarinnen, hoffentlich ändert sich die Situation noch vor Frühling und Sommer, sonst solltet ihr nicht zu spät und vor allem nicht zu alleine nach Hause kommen.

Mein Tipp an die Nachbarn: Protokoll führen. Über den Lärm, über die Polizeieinsätze der letzten Tage, die überquellenden Müllcontainer und die Belästigung durch die in der Nacht vor der Tür lautstarkt telefonierenden Kulturbereicherer in ihrer wohlklingenden Sprache. Und dann senken wir alle die Miete. Nur diese Sprache versteht Eugen, nur solche Vertragspartner nimmt der „ehrbare“ Hamburger Kaufmann ernst, auch wenn er über die Beträge nicht einmal lacht.

TÄGLICHES ABKASSIEREN. Weil er guter Christ ist. Und Gutes tun will. Für die Baugenehmigung der Luxuswohnungen in 2 Jahren zum Beispiel.

Noch kurz in eigener Sache: Ich ziehe bald um. In den Merkel-muss-Weg 16. (Hartmut, verstehst du? Muss-weg-Weg, hihihi)

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8 Gedanken zu “Und noch einmal: WLAN in der Hufnerstrasse

  1. Hallo Anwohner51,

    ich finde das irgendwie beruhigend, dass selbst die Gutmenschen anfällig für „selektive Wahrnehmung“ und „Realitäts-Leugung“ sind. Das macht sie irgendwie menschlich.

    Unmenschlich finde ich aber, dass jedem Asylforderer pauschal „Traumatisierungen“ zugestanden (die meisten Tunesier oder Marokkaner haben doch noch niemals ne Bombe gesehen) andererseits aber den einheimischen Frauen Traumatisierungen durch den tlw. stundenlang erlittenen „Taharrusch gamea“ abgesprochen werden.

    Diese Ungleichbehandlung ist simpler Rassismus – allerdings gegen die eigene Bevölkerung gerichtet. Ein typisches Symptom dekadenter Selbstaufgabe einer überalterten Hochkultur.

    2016 wird für Deutschland ein Jahr des Leidens, der Traumatisierung und des Bürgerkriegs sein. Wir werden marodierende Einheimische und marodierende Gäste durch unsere Straßen toben sehen. Und es werden – wieder einmal – Deutsche für eine Ideologie sterben. Für die Ideologie der Gutmenschen.

    Viele Grüße

    P.S.: Zu Deinem Wegzug beglückwünsche ich Dich. Ich selbst plane meinen Umzug in die Heide. Die Bereicherungen durch lebensbejahende Neubürger werden zunehmen. Sie werden weitere Ghettos in der Stadt bilden und wackelige Stadtteile werden endgültig kippen. Auch Nord-Barmbek.

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  2. du kannst es drehen wie du willst, du bist ein kleiner feiger und vor allem dreckiger faschistoider nazi, der aus dem hinterhalt seine kruden sprüche absondert. pfui.

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  3. Hallo „Nazis_Raus“,

    wenn Du „Anwohner51“ meinst: an manchen seiner Wortwahlen und Sprüche stör ich mich auch. Z.B. mag ich das Wort „Primitive“ nicht. Und ich finde es auch nicht nett, den Klarnamen dieses Hartmut zu erwähnen – ein Link auf dessen Seite hätte ja gereicht. Aber für nen „Nazi“ halte ich Anwohner51 keineswegs. Eher ein Bürger, der massiv angenervt von den Bereicherern und Gutmenschen ist. WÜrdest Du vielleicht auch sein, wenn Du da wohnen würdest und früh morgens zur Arbeit müsstest.

    Wenn Du dagegen mich meinst: mir gehts wie Wagenknecht. Im Herzen bin ich ein linker Gutmensch. Aber ich hab gleichzeitig auch noch alle Tassen im Schrank und kann mir an drei Fingern abzählen, dass unsere aktuelle Flüchtlingspolitik uns direkt in die Selbstaufopferung führt. Das unterscheidet mich deutlich von den naiven „Welcome-to-Barmbek“-Beklatscherinnen und Beklatschern. Wenn ich dadurch in Deinen Augen ein „Nazi“ bin, dann sortier mich gerne in diese schwarz-weiß-Schublade ein, denn die Vereinfachung komplexer Sachverhalte ist ein angestammtes Recht der Jugend.

    ———–

    Dass sowohl Anwohner51 als auch ich auf eine gewisse Anonymität im Netz bestehen, hängt lediglich mit der Art und Weise zusammen, mit der die „Antifa“ mit Menschen umgeht, die anderer Meinung sind. Denn die anonymen Vermummten schlagen stets aus dem Hinterhalt oder in Überzahl zu.

    Als die AfD-Demo eingekesselt wurde und ich langsam auf Klo musste, bin ich kurzerhand geradlinig auf den schwarzen Block zugegangen. Man war komplett verwirrt und machte mir gehörig Platz. Zuerst eine verblüffte Politesse und dann die drei Reihen Babyfaces (könnten meine Enkel sein). Ich ging mitten durch und bestieg völlig unbepöbelt und unbehelligt mein hinter der Antifa abgestelltes Rad. Die Jungmänner fühlen sich doch nur in der Gruppe stark. Genau wie die Araber auf Domplatz. Nur in der Überzahl „stark“ zu sein, war in meiner Jugend als Feigheit verpönt. Also zieh Dir diesen Feigheits-Schuh mal besser selbst an, mein Jung.

    ———–

    Ich möchte anregen, dass wir wieder zurück zur Sache kommen: hier bestrahlt ein „netter“ Mensch die gegenüberliegende Straßenseite mit seinem WLAN und sorgt so dafür, dass seine dortigen Nachbarn durch die angelockten Asyl-Surfer massiv belästigt werden. Besonders zu den Nachtstunden.

    Das ist das simple Problem, wofür man m.E. ne einvernehmliche Lösung erarbeiten kann.

    Viele Grüße

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    1. Ja, ich bezeichne die als primitiv und ziele damit nicht einmal auf die sexuellen Übergriffe ab. Ich meine damit eher den Entwicklungsgrad der Gesellschaften, aus der sie zu uns kommen sowie ihre weltlichen und religiösen Weltbilder. Das ist keine Kulturbereicherung, das ist teilweise Mittelalter und daher primitiv. Die wohnen jetzt schon ein paar Tage hier und trotzdem gehen die Kinder aus dem Flüchtlingsheim bei -6 Grad Außentemperatur und Schnee in T-Shirt und kurzer Hose im Hof Fussball spielen, nach wenigen Minuten gehen sie mit blauen Lippen wieder rein. Da mache ich mir schon Gedanken über die Intelligenz dieser Kinder und vor allem ihrer Eltern.
      Vor wenigen Monaten hat man die uns als Akademiker, Ärzte und Architekten angekündigt. Dann stellt sich heraus, dass es zu 80% Analphabeten sind. Jetzt sind viele Straftäter darunter. Diese Entwicklung ging für einige Menschen überraschend schnell, nach meinem Weltbild waren sie von Anfang an primitiv in ihrem Verhalten.

      Zur Anonymität: Hartmut legt ausdrücklich Wert darauf, dass im Internet Namen genannt werden. Er sagt selbst, dass er z.B. die Klingelschilder der Nachbarschaft prüft und mit seinen eingehenden Mails abgleicht. Wer die Öffentlichkeit und Google sucht, soll sie auch genießen dürfen.

      Zum WLAN an sich: Ich kann wirklich nicht verstehen, dass man die Schrottimmobilie für 1 Mio. Euro Steuermittel für die Armuts-Zuwanderer umbaut, aus Pragmatismus auf eine Ausschreibung verzichtet und damit gegen Gesetze verstößt, am Ende aber nicht einmal Internet bereitstellen kann. Und den Anwohnern dann auch noch dümmliche Briefe schreibt.

      Das schafft Staatsknete in Eugens Taschen. Den Normalbürgern schafft es Probleme. Die Probleme der Infrastruktur und Finanzierung werden uns wirtschaftlich vernichten.

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  4. Am Samstag 23. Januar gegen 23 Uhr habe ich einen jungen Mann aus dem Treppenhaus auf die Straße geschickt. Er saß da im dunklen und surfte im Internet. Das ist genau das, was eine Frau Samstag Nacht im eigenen Hausflur sehen möchte.

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