Nimby – bitte nicht vor meiner Haustür in der Hufnerstrasse

Wer mit offenen Augen durch die Hufnerstraße geht, kann ein perfektes Beispiel von Nimby erleben.

Nimby steht als englischsprachiges Akronym für Not-In-My-Back-Yard (Nicht in meinem Hinterhof). Der entsprechende deutsche Ausdruck heißt „Sankt-Florians-Prinzip“: Heiliger Sankt Florian, verschon‘ mein Haus, zünd‘ and’re an!

freifunk

So sieht es aus: Auf der gegenüberliegenden Straßenseite funken die Gutmenschen ihren Freifunk, die Leidtragenden wohnen gegenüber und müssen sich Flüchtlinge sprichwörtlich vom Hals halten.

In der Hufnerstraße Nr. 42 und 44 leben gute Menschen, die Freifunk-Knoten für die Zuwanderer betreiben. Freifunk ist eine Initiative, in der Menschen Bandbreite von ihrem Internet abgeben und kostenfrei zur Verfügung stellen. Technisch ganz einfach (in die Steckdose, fertig) und fast kostenlos verschafft es den Betreibern ein dauerhaftes Gutmenschen-Gefühl. Man kann sich den Sitz der Sender in der Hufnerstraße und die aktuell angemeldeten Zuwanderer hier ansehen: Hufnerstrasse im Freifunk.

Das Internet ist grundsätzlich eine gute Sache. Man kann ein ganzes Volk damit lähmen: Die Menschen gucken Katzenvideos, posten Selfies auf Facebook, suchen Fickpartner auf Tinder oder schreiben politischen Protest auf WordPress. Das hindert sie daran, auf die Straße zu gehen.

Allerdings leiden einige Anwohner unter dem Freifunk. Warum? Nun, die Konsumenten des Internets, also die Zuwanderer, stehen auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Gutmenschen. Das liegt an den Funkwellen, die ähneln in ihrer Frequenz von 2,4 GHz der Ausbreitung von Licht, also wird die gegenüberliegende Seite voll bestrahlt. Und dort hängen die Typen ab. Das freut den Gutmenschen, so kann er aus seinem Fenster dabei zusehen, wie viel Gutes er gerade erbringt.

Auf der anderen Straßenseite sieht es anders aus. Eine Anwohnerin hat bereits hier in den Kommentaren und mir direkt per Mail beschrieben, wie unschön die Situation für sie ist. Die Flüchtlinge schleichen sich ins Treppenhaus und müssen aktiv verjagt werden, telefonieren und diskutieren laut auch zu später Stunde, pinkeln direkt vor der Tür ins Gebüsch, hinterlassen ihren Müll und lehnen sich direkt an die Haustür, was insbesondere für Frauen mitten in der Nacht eine unschöne Situation darstellt. Muss man sich mal vorstellen: Um zwei Uhr in der Nacht muss eine Frau die jungen Zuwanderer um Durchlass bitten, damit sie in ihr eigenes Haus kommt.

Die Anwohnerin hat daraufhin den Freifunk-Administrator André Schmidt angeschrieben und das Problem geschildert. Sie bat darum, einen Kontakt zu den Betreibern herzustellen mit dem Ziel, das Netz in der Nacht zu deaktivieren. Die Antwortmail ist typisch für einen verblendeten Gutmenschen:

[…] allerdings halte ich auch den Versuch für ungünstig soziale Probleme mit technischen Mitteln anzugehen. Menschen dürfen sich im öffentlichen Raum frei bewegen. Halten sie sich ungewollt auf fremden Eigentum auf, ist das Hausfriedensbruch und ein Thema für die Polizei, das du zur Anzeige bringen kannst. Zunächst würde ich persönlich allerdings das Gespräch mit den Leuten suchen.

Und weiter:

Eine Idee, die vielleicht beiden Interessen, sowohl deinen als auch der der Flüchtlinge, zur gute kommt: Wie wäre es wenn du die Aufgabe übernimmst Freifunk in der Unterkunft bereit zu stellen? Dann können sie dort vor Ort ins Netz.

Was für eine kranke Logik – sie soll sich ihre Sicherheit erkaufen.

Da einer der Freifunker seinen Standort in der Hufnerstraße 42 hat, bat sie auch den dort sitzenden Blogger Hartmut Finkeldey um Hilfe. Finkeldey, sonst sprachlich traumtänzelnd mit Worten wie „außerästhetisch“ unterwegs, fragte nur stumpf zurück:

??? Welche Leute vor der Tür?

Real existierende Probleme von Nachbarinnen passen eben nicht das Weltbild eines Pseudointellektuellen, der gerade die Forderung unterstrich, man möge den Flüchtlingen Flugtickets zur Verfügung stellen, damit niemand mehr ertrinken müsse. Meine Güte, wie ideologisch verblendet und lebensfremd kann man sein.

Jetzt schritt jemand zur Tat und hat diesen Zettel im Eingangsbereich der Hufnerstraße 55-57 aufgehängt:

dearnewneighbours

Das Englisch ist ein wenig unbeholfen, aber es trieft nur so vor “Bitte”, “Bitte”, “Ihr Lieben”, “Danke“, „Danke“ und noch wenig wenig mehr “Bittebitte”.

Die Naivität der Bevölkerung wundert mich sehr. Liebe Nachbarn, mal in aller Deutlichkeit:

Die Gekommenen sind hier, weil sie erkannt haben, dass man sich in der EU und besonders in Deutschland einfach nehmen kann, was man haben will. Diejenigen, die sich an Regeln halten, sitzen immer noch auf der anderen Seite des Mittelmeers und warten auf die Beantwortung der Frage, ob sie denn kommen dürfen. Die von der Presse und Polizeiführung niedriggekochten sexuellen Übergriffe in Köln, Stuttgart und Hamburg waren nicht mehr und nicht weniger als der erste Beweis, dass die kritische Masse erreicht ist, mit der sich ein primitiver Mob auch in Deutschland durchsetzen kann.

Was genau soll das „Bitte-Bitte“ und eine Thankyou-Wordcloud in dieser Situation bei diesen Menschen bewirken?

Ein reines Randthema ist für mich, warum es in der Unterkunft kein Internet gibt. Am Geld kann es ja nun nicht liegen, sind wir doch „ein reiches Land“. Hat man tatsächlich Angst vor der Störerhaftung? Können Maas oder Merkel dafür nicht einen Persilschein ausstellen, Rechtsbrüche sind doch mittlerweile Bagatelldelikte in diesem Land.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein frohes Neues. Ich tippe für 2016 auf 2 Mio. zusätzliche Zuwanderer, eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und in Einzelfällen jede Menge Kulturbereicherung. Mögen wir davon verschont bleiben: Lieber lieber Negermann, verschon mein Weib, nimm andere ran.

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14 Gedanken zu “Nimby – bitte nicht vor meiner Haustür in der Hufnerstrasse

  1. Ob Fäkalsprache auf dem Hinweisschild besser gewesen wäre, wissen wir nicht. Fest steht aber, dass die Leute sich daran halten und es weniger geworden sind. Also ist der höfliche und kooperative Weg wohl doch nicht immer das Schlechteste.

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    1. …oder es liegt vielleicht ganz einfach an der Kälte?

      Wir werden es sehen, in den letzten Tagen wieder 3000 Personen pro Tag in Bayern, davon wird Hamburg weiterhin seinen Teil abbekommen. Und bald kommt der Frühling, danach der Sommer und das Märchen startet erneut 🙂

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  2. Hallo Anwohner51,

    vielen Dank für den guten Artikel!

    Ich nehme auch an, dass die Ruhe im Moment lediglich kältebedingt ist.

    Es bleibt also hochspannend bei Euch…

    Viele Grüße

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    1. Hallo Hartmut,

      erstmal ein frohes Neues, du beginnst das Jahr hier auf deinem Blog so abrupt und dazu mit einem so kalten Beitrag, das ist doch sonst gar nicht deine Art…

      Es freut mich sehr, dass du in diesem Nachbarschaftsdissens vermittelnd tätig werden und den Zuwanderern kostenloses Internet bereitstellen willst. Dann müssen die armen Menschen nicht mehr frierend vor der Tür der Nachbarin herumstehen, sie hat keine Angst mehr und kann auch das extrem dümmliche Bittsteller-Schild wieder abnehmen. Eine Win-Win-Win-Situation.

      Das Problem ist nur folgendes: Du könntest zwar dein Internet „teilen“, aber du wohnst auf der falschen Straßenseite… Da die Jungs gerne skypen, wäre eine 100Mbit Leitung angemessen, ebenso ein paar vernünftig verteilte WLAN-Repeater im Gebäude. Da du Grenzen deiner finanziellen Darstellbarkeit erwähnst, wird das wohl eher nichts werden. Wie wäre es, wenn wir Eugen Block mal fragen? Im Flüchtlingsheim kassiert er die Miete ja täglich ab, bei mir kommt er nur einmal im Monat, ich werde ihn am nächsten Ersten mal darauf ansprechen.

      Da sieht man mal wieder: Wir sind so reich und könnten so viel Gutes für die Menschen tun, aber Eugen will sein Geld lieber in dem großen Geldspeicher in Poppenbüttel für sich behalten. Es ist wirklich übel.

      Lieben Gruß vom Anwohner

      PS: Ja, das mit der ladungsfähigen Anschrift… ich habe überhaupt kein Problem mit Vorladungen, nichts auf meiner Seite ist justiziabel und sehr wohl dürfen Privatpersonen ohne Impressum publizieren. Aber wenn meine Meinung in diesen dunklen Tagen als Pegidahetze bezeichnet wird, dann sind die schwarzgekleideten Vertreter der AntifaSA etwas unberechenbar. Zusammengefasst kann man sagen: Ich bin da tatsächlich etwas feige, bitte sei deswegen nicht sauer auf mich.

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  3. Ich lese gerade auf der Seite von Hartmut Finkeldey, dass da ein „Wolfgang“ rumschreibt. Das bin ich nicht. Ich poste ausschließlich nur hier und auf den Seiten der AfD. Für mehr fehlt mir die Zeit und der Sendungsdrang.

    Für Finkeldeys Seite bin ich jedenfalls glattweg zu ungebildet. Seine mir verschlossenen Texte wirken auf mich ziemlich … hmmmm.. .. sagen wir mal „schwülstig“ 😉

    Aber sehr putzig, einmal die für ihn offensichtlich wichtigen Gedanken und Ansichten eines frei lebenden Gutmenschen-Männchens zu bestaunen. Was das nicht alles gibt….

    Viele Grüße

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  4. Endlich sagt mal einer was. Ich finde auch, dass das so nicht weitergehen kann. Ständig kommen die Neger und Sandneger zu uns, wenn es ihnen daheim mal etwas schlechter geht.
    Es wird mal wieder Zeit für ein neues Hoyerswerda!!1
    Wenn wir Deutschland zu einem Kriegsgebiet machen, überlegen die sich das vieleicht anders und bleiben lieber zuhause. Dort lauschen die dann dem Mörsergewitter und Schreien ihrere Frauen, die von Soldaten aller Seiten hart durchgefickt werden. Nach ein par Monaten haben sich deren Probleme dann durch Hunger, Krankheit fundamentalistischem Köpfer erledigt…
    In dem Sinne: Genießen sie ihren Aufenthalt im Paradies, der ihnen durch Geburt auf der Gewinnerseite zusteht. Und halten sie ihren Wohnblock von minderwertigem Menschenmaterial sauber!

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  5. Aha… die Antifa entsendet ihre Trolle. War ja zu erwarten, nachdem Anwohner51 direkt in das Gutmensch-Wespennest stach.

    Wir müssen Deutschland nicht zu einem Kriegsgebiet machen. Das machen offensichtlich schon andere.

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  6. Huch!

    RefugeesWelcome_Barmbek
    Status offline, 13 Stunden

    Einsicht oder zufällige Störung? Oder was ganz anderes? Wär ja schön, wenn Einsicht dahinter stände.

    Viele Grüße

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  7. Kurz nach meinem vorigen Kommentar wurde „RefugeesWelcome_Barmbek“ wieder als „online“ gemeldet. Anwohner51 meint, dass die offline-Meldung eine technisch bedingte Fehlanzeige war.

    Schade. Einen Moment lang glaubte ich, dass ein „Gutmensch“ gut zu Menschen aller Nationalitäten und Rassen sein möchte und daher den Wunsch seiner deutschen Nachbarinnen und Nachbarn nach nächtlicher Sicherheit und Frieden wohlwollend berücksichtigt.

    Ich Naivling…

    Viele Grüße

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