Singen und Klatschen in der Hufnerstraße

Der „Runde Tisch“ für das zukünftige Flüchtlingslager Hufnerstraße (ja, ich nenne das ab sofort Lager, nur das wird den aktuellen Umbauplänen gerecht) hat in der Kirche getagt.

derarmefluechtling

König Xerxes kommt übers Meer, bereit Deutschland mit seiner herrschaftlichen Anwesenheit zu bereichern.

Im Gegensatz zu den direkten Anwohnern werden die Futschies-Welcome-Klatscher auch mit offiziellen Informationen der Stadt Hamburg versorgt:

Bei der Wohnunterkunft Hufnerstraße handelt es sich um eine Folgeunterbringung, d.h. dass die einziehenden Flüchtlinge bereits 3 Monate oder länger in einer Erstaufnahmeeinrichtung verbracht haben. Im Haus Hufnerstraße sind 160 Plätze geplant. Die Aufnahme von Bewohnern hat bereits begonnen. Zzt. wohnen dort 60 Flüchtlinge. Bis Ende der nächsten Woche werden voraussichtlich alle 160 Plätze belegt sein. Eine Erweiterung in Form von Containern ist auf dem Gelände der Wohnunterkunft geplant.

Auf dem Gelände der Wohnunterkunft wohnen übrigens noch andere Menschen, die dafür Miete und Steuern zahlen. Ich-mein-ja-nur. Aber auch wir bekommen mal etwas kostenlos, nämlich ein Lager mit entsprechenden Begleiterscheinungen der Dritten Welt. Und der alte Block-Flachbau auf dem Hinterhof wird ebenfalls noch als Quartier umgebaut, mal sehen, wie viele Zuwanderer Eugen dort noch unterbekommt. Für sein christliches und weltliches (Seelen-)heil.

Der Personalschlüssel in der Wohnunterkunft liegt für das Unterkunfts- und Sozialmanagement bei 1:80, für das Technische Personal bei 1:160. Zu den üblichen Bürozeiten ist Personal in der Wohnunterkunft anwesend. Ein regelhafter Wachdienst ist nicht geplant. Zu den Aufgaben des Unterkunfts-.und Sozialmanagements gehören die Organisation der Unterbringung, die Koordination des Ehrenamtes, die Verweisberatung bezüglich sozialer Hilfen, die Unterstützung bei der Konfliktbewältigung sowie die Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Einrichtungen im Stadtteil.

Wir werden also zwei Sozialarbeiter vor Ort haben, die auch für die Konfliktbewältigung zuständig sind. Das bedeutet dann wohl, dass sie 110 anrufen, wenn es zum Konflikt kommt.

Weitere Informationen der Stadt Hamburg:

  • heil

    Victory-Zeichen – ihr habt es geschafft und lebt jetzt für immer auf anderer Leute Kosten. Gratuliere.

    Wie lange die Menschen in der Unterkunft bleiben, ist schwer einzuschätzen. Die zeitliche Spanne reicht von mehreren Wochen bis Jahren. Die Nutzung des Objektes Hufnerstraße ist für 2,5 Jahre vorgesehen.

  • Der aufenthaltsrechtliche Status der Flüchtlinge ist bei Einzug in die Wohnunterkunft unterschiedlich.
  • In der Wohnunterkunft stehen 2 Sozialräume für unterschiedliche Aktivitäten zur Verfügung. Ein Austausch mit dem Unterkunfts- und Sozialmanagement bezüglich der Raumgestaltung ist möglich. Die Durchführung von Aktivitäten in Räumen außerhalb der Wohnunterkunft wird sehr begrüßt. Die Integration in das Wohnumfeld wird hierdurch gefördert.
  • Deutschkurse finden in den Erstaufnahmeeinrichtungen nicht statt. Aus diesem Grund kommen die Bewohner meist mit geringen Deutschkenntnissen in die Wohnunterkunft.
  • Für Kinder besteht der Anspruch auf einen Platz in einer Kindertagesstätte.
  • Für allein eingereiste und/oder besonders bedrohte Frauen wird eine separate Unterkunft geplant. Diese wird nicht in der Hufnerstraße sein.

Herrliches Behördendeutsch. Es besteht „Anspruch“ auf eine Kindertagesstätte. Hoffentlich bleibt mein Anspruch auf körperliche Unversehrtheit, Nachtruhe und Schutz meines Eigentums daneben auch noch bestehen.

Aber jetzt zur Sache – was tun die lieben Gutmenschen denn jetzt konkret, um die Flut vieler leider sehr einfacher Menschen in unsere Gesellschaft zu „integrieren“:

  • Fluechtlinge-in-Budapest

    Ja, wir holen dich ab. Mutti Merkel schickt Flugzeuge, um euch die Anreise zu erleichtern. Dein Haus steht auch schon bereit, mit Arbeit wird es bei dir ja wohl auch nichts werden.

    Spielenachmittag (Mensch-ärgere-Dich-nicht)

  • Ausflüge mit dem HVV
  • Museumsbesuch
  • Besuch der Generalproben des NDR- Orchesters
  • Erkundung des Stadtparks
  • Kostenfreie Kulturangebote nutzen: Kulturlotse, Hamburger Kunsthalle, Miniaturwunderland
  • Tischfußball
  • Handarbeiten, Stricken
  • Kostenfreies Elterncafé
  • Spielplatz Schwalbenstr./Drosselstr.

So isses.

Na, da bin ich aber beruhigt und bin davon überzeugt: IHR SCHAFFT DAS. Bitte entschuldigt, dass ich nicht helfe, ich muss Geld verdienen, denn das dicke Ende kommt. Ganz sicher. Lasst euch das von einem Nazi mit ein wenig Ökonomieverständnis sagen, ihr lieben Gutmenschen. Auch wenn eure Sozialromantiker der politischen Elite dieses Landes sagen: »Nein, das kostet nichts, das zahlt der Staat.«
Ihr seid nicht nur mitleidsbesoffen, ihr seid dabei auch noch dumm. Das ist schade.

Lustiges Detail am Rande:

Von einer Teilnehmerin wird die Bitte geäußert, Emails grundsätzlich mit verdecktem Verteiler zu versenden.

Liebe Teilnehmerin – dieser Wunsch steht sogar schon im Bundesdatenschutzgesetz. Bisher hat mir niemand gedankt, die Stadt Hamburg auf ihren Rechtsverstoß hingewiesen zu haben.

Update: Mal ein schneller Blick zu anderen Flüchtlingslagern in diesem Land, wo auch ordentlich Mensch-ärgere-dich-nicht gespielt wird. Man beachte das Verhalten nach Eintreffen der Polizei. Wie mein Großvater (Nazi) sagte: „Mit denen kriegen wir noch was“. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

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7 Gedanken zu “Singen und Klatschen in der Hufnerstraße

  1. Mir macht die Entwicklung langsam Angst und ich verstehe auch nicht, warum wir nicht informiert oder gefragt werden. Bereits heute laufen hier so viele Flüchtlinge durch die Gegend, da habe ich in der Dunkelheit einfach Angst, auch wenn mir bisher nichts passiert ist. Aber der neue Edeka hat ja auch schon einen Sicherheitsdienst eingerichtet, er wird wissen, warum.

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  2. Vielleicht kann Fördern+Wohnen den Flüchtlingen mal erklären, dass wir Menschen in Europa zum Stromsparen angehalten werden, das Licht in den Küchen, Badezimmern und anderen öffentlichen Bereichen kann man in der Nacht auch mal ausschalten.

    Und bei der Gelegenheit bitte gleich miterklären, dass Einkaufswagen der Supermärkte nicht mitgenommen werden dürfen und unsere Gegend verschandeln, wenn sie hier auf der Straße herumstehen.

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  3. Die Aktivitäten der Gutmenschen ist wie das Pfeiffen im dunklen Keller. Es ändert ihre persönliche Wahrnehmung der Dinge und fühlt sich gut an, aber die Lebensrealität ändert sich nicht, im Gegenteil.

    Alleine die Tatsache, dass die Nettozahler für immer mehr Bezieher von Staatsknete und Zuschüsse für die Rentner aufkommen müssen, wird die Situation in den kommenden Jahren extrem verschärfen. Es gibt keinen Fachkräftemangel, im Gegenteil: es werden Jobs aufgrund von Automatisierung/Rationalisierung/Globalisierung wegfallen, dadurch steigt die Zahl der Arbeitslosen und Rentner weiter an, während Löhne weiter stagnieren (da Überschuss an Arbeitskräften, Angebot und Nachfrage gilt auch hier). Das kann nicht mehr viele Jahre gutgehen.

    Böse Zungen behaupten, dass genau dieser Effekt gewollt ist. Das übersteigt jedoch meinen Horizont. Tatsache ist, dass die gegenwärtigen Entwicklungen uns in den wirtschaftlichen Ruin führen und einige zu wohlstandsverwahrlost und schlicht und einfach zu dumm sind, das zu erkennen.

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  4. Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt: „Man kann aus Deutschland mit immerhin einer tausendjährigen Geschichte seit Otto I. nicht nachträglich einen Schmelztiegel machen. Weder aus Frankreich, noch aus England, noch aus Deutschland dürfen Sie Einwanderungsländer machen. Das ertragen diese Gesellschaften nicht…… Aus Deutschland ein Einwandererland zu machen, ist absurd…“ (Frankfurter Rundschau, 12.9.1992)

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  5. Was hier gerade passiert, kann mit gesundem Menschenverstand nur als VERRÜCKT bezeichnet werden, dafür wird man aber regelmäßig in die rechte Ecke gestellt werden: Ein noch nie dagewesener Einfall in die sozialen Sicherungssysteme findet gerade statt. Ich wage zu prophezeien, dass sich die Solidarität für vollkommen fremde Menschen, die hier quasi über Nacht aufschlagen, sehr in Grenzen halten wird. Ich für meinen Teil habe jedenfalls genau NULL Bedürfnis für Solidarität, ganz egal, welche Bilder mir die Medien oder die Clowns von fördern+wohnen oder welcome-to-barmbek auftischen, um mich zu beeinflussen. Die Politik hat dabei das Problem, dass sie diejenigen, die den Spaß durch hohe Steuerlast finanzieren sollen, nicht festbinden kann. Je höher der Leidensdruck hier vor Ort (Abgabenlast + unerwünschte Veränderung der Gesellschaft) wird, desto stärker wird der Strom der High-Potentials anschwellen, der Deutschland den Rücken kehrt. Das ist eine gute Zeit, für Länder mit einer intelligenten Zuwanderungspolitik, die hier demnächst den Rahm abschöpfen können. Denn Deutschland hat fertig, nur noch Gutmenschentum und keine Produktion mehr.

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  6. Die Leute, die zu uns kommen, müssen auch die regeln kennen, an die sie sich zu halten haben. Und nicht alles mit Füßen treten, unverschämte Forderungen stellen und sich dann wundern, dass sie nicht willkommen sind. Es sind nicht immer nur die bösen Deutschen, es gibt auch Missstände auf der anderen Seite. Und das muss auch mal gesagt werden dürfen. Und angesichts der Tatsache, wie sich diese Missstände mittlerweile festgetreten haben, ist der Unmut in der Bevölkerung groß. Die Politik muss endlich handeln, anstatt immer alles mit der Populismus-Keule niederzuknüppeln. Und Handeln kann nicht heißen, einfach nur den Geldbeutel zu öffnen. Es ist die Realitätsverweigerung + das Wegsehen unserer Politiker UND das Verhalten eines nicht kleinen Teils unserer Zuwanderer + Asylanten, auf das die Deutschen jetzt so reagieren. Und es wird noch schlimmer werden, wenn die Politik nicht endlich die rosarote Brille abnimmt.

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