Barmbek: Spitzenverdiener oder eher sozial Schwächere ?

Liebe Barmbeker,

tafellangsam setzt sich auch in den Massenmedien die Erkenntnis durch, dass vermutlich gerade die sozial Schwachen das Nachsehen haben könnten. Die Tafel in Hamburg gibt jetzt schon weniger Essen aus, weil mehr Lebensmittel in Flüchtlingslager geliefert werden.

Niemand weiß so recht, wo im Winter die Obdachlosen untergebracht werden sollen, denn die üblichen Winterquartiere sind schon längst mit Flüchtlingen belegt. Erste Vertreter von Wirtschaftsverbänden und die FDP fordern Ausnahmen vom Mindestlohn für Flüchtlinge, was Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles bisher aber rigoros ablehnt. Doch werden sich solche Vorsätze als haltbarer erweisen, als es die Flüchtlingsprognosen der vergangenen Monate gewesen sind?

Dann werfen wir mal einen Blick auf die Zahlen.

26,7 Mio. Menschen leben von Staatskohle, verdienen ihren Lebensunterhalt also nicht selbst:
1 Mio. ALG I
4,4 Mio. ALG II (= Hartz IV)
1,7 Mio. Sozialhilfe (= Grundhilfe)
19,6 Mio. Rentner (= Staatsknete, im Sinne der Umverteilung)

Jetzt kommen 1,5 Mio. Flüchtlinge hinzu, die durchgefüttert werden müssen, sowie
6,5 Mio. Familien durch Anspruch auf Zusammenführung. 90% dieser Menschen wird für immer auf Hilfe angewiesen bleiben, vermuten die Agentur für Arbeit sowie einige Ökonomen.

Bezahlen müssen das:

42,9 Mio. Erwerbstätige, davon
24,3 Mio. Niedriglöhner, welche froh sind, wenn das Geld halbwegs für die Grundbedürfnisse reicht.

Die übrig gebliebenen 18,6 Mio. „Normal“-Verdiener müssen das stemmen. Die haben übrigens nicht am Bahnhof „Futschies welcome“ gejubelt, denn die müssen morgens früh raus zur Arbeit.

Das ist Sprengstoff für die Sozialsysteme und letztendlich für den sozialen Frieden in diesem Land. Wann ist denn nach Ansicht unserer Menschenfreunde das Ende der Fahnenstange erreicht? Nach einer Million, 10 Millionen oder 100 Millionen? Nach deren Philosophie wäre es genauso Unrecht, die Einwanderung nach 100 Millionen zu stoppen, als wenn man sie nach 100.000 stoppen würde.

Ich bin ein Realist und sehe, dass ein Rettungsboot nur so lange ein solches sein kann, bis es wegen Überfüllung untergeht. Dann sind alle ohne Rettung! Deswegen sind Schiffbrüchige notfalls mit Gewalt zurückzuhalten, das lernt jeder Matrose auf der Welt.

Welche Grenzen müssen fallen, welche lassen sich verteidigen? Die Politiker werden diese Entscheidungen für uns treffen, aber vielleicht sollten wir vorab ein wenig nachdenken und uns eine Meinung bilden.

UPDATE: 10. Oktober:

kosten

Das hat ja nicht lange gedauert

PS: Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1396/umfrage/leistungsempfaenger-von-arbeitslosengeld-ii-jahresdurchschnittswerte/

 

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5 Gedanken zu “Barmbek: Spitzenverdiener oder eher sozial Schwächere ?

  1. Es gibt viele Fragen.

    Was ist der Masterplan, für die nächsten Monat, drei Monat, Jahr, drei Jahre bezüglich der Flüchtlingspolitik?

    Wo bekommt man das notwendige Personal, das jetzt fehlt? Ehrenamtliche können nicht die ganze Last auffangen. Schulungsmaßnahmen werden doch ihre Zeit dauern?

    Wie kurzfristig kann das realisiert werden?

    Es gab bereits letztes Jahr Anzeichen, dass der Strom stark anschwellen wird. Der zurückgetretene Leiter des Bundesamtes für Migration hat bereits letztes Jahr darauf hingewiesen und mehr Personal verlangt. Warum gab es auf höchster politischer Entscheidungsebene dieses verhängnisvolle Staatsversagen?

    Was ist wenn jetzt die nächsten fünf Jahre jedes Jahr eine vergleichbare Anzahl von Flüchtlingen kommen werden. Gilt dann auch das Prinzip – Augen zu und durch, komme was da wolle?

    Was ist wenn Deutschland in einem wirtschaftlichen Abschwung gerät, das Zinsniveau steigt und der Bundeshaushalt platzt, wie würde diese neue Herausforderung finanziert.

    Bundesarbeitsministerin Nahles – also jemand aus der eigenen Regierung – hat selber eingeräumt, dass nur 10-15% in den Arbeitsmarkt integrierbar sind, d.h. diese Menschen tragen aktiv zum Sozialsystem mit Beiträgen bei – alle anderen werden Schwierigkeiten haben, hier wirtschaftlich Fuß zu fassen. Droht uns eine Einwanderung in die Sozialsysteme?

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  2. Unsere nationale Aufgabe ist es, unsere Wirtschaft zu stärken.

    Da die nie stark genug ist, muss die stets weiter gestärkt werden. Noch weiter gestärkt, produziert sie noch viel mehr, als der Binnenmarkt aufnehmen kann, weshalb Sie nochmals gestärkt werden muss um nochmals mehr exportieren zu können. Und dennoch reicht es auch im Inland nicht zur Vollbeschäftigung. Daraus kann man nur den Schluss ziehen, dass die Wirtschaft entlastet werden muss, damit die mehr produziert und verkauft. Damit sie mehr verkaufen kann, muss sie entlastet werden, um sie entlasten zu können, muss woanders gespart werden.

    Können Sie mir folgen ?

    Da unsere Wirtschaft sich stets in der Krise befindet, ob nach der Krise, die noch nicht richtig überwunden ist oder vor der nächsten Krise, sie ist nie über den Berg.
    Wobei die Frage ist, was wäre, wenn sie über den Berg wäre – ginge es dann nicht bergab?

    Die deutschen Handelsbilanzüberschüsse werden von anderen Nationen kritisiert.

    Wir schreiben diese Handelsbilanzüberschüsse unserer Leistung zu.

    Andere Nationen sagen, diese auf Leidensfähigkeit basierende Leistungsfähigkeit, wollen wir unseren Völkern nicht zumuten.

    Da sagt die deutsche Öffentlichkeit: Das macht unsere Regierung schon richtig;
    Denn warum sollten wir anderen -weniger- wegnehmen wollen als bisher?
    Das wäre doch zu unserem Nachteil!

    An dem System ändert auch Mutti nichts.

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  3. Die Industrielobby wird Ihren Traum von billigen und qualifizierten Arbeitskräften bald ausgeträumt haben. Denn jetzt wird massiv Kapital aus Deutschland dem „failed state“ abgezogen werden. Denn Stabilität war der einzige Grund hier zu investieren. Mal sehen, ob jetzt immobilien auf den Markt kommen, weil die Besitzer für den Fall der drohenden Anarchie flüssig sein wollen. Die Zinsen der Staatsschulden werden einen erheblichen Risikozuschlag bekommen. Die Konsumlaune der privaten Haushalte wird wegen der Unsicherheit leiden. Die Miiliardenausgaben für die Flüchtlinge werden dies vorübergehend kompensieren, aber es folgt eine Steuererhöhung mit Rezession. Die Marke Made in Germany wird leiden, denn wer hat noch Vertrauen in Produkte eines Landes, deren Menschen noch nicht einmal fähig sind einfachste staatliche Dinge wie Grenzschutz zu bewerkstelligen.

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  4. Ich kann das alles irgendwie immer noch nicht glauben.

    Die Politik (und die Öffentlichkeit über die Medien) haben früher für jeden Scheiß tage- und wochenlang diskutiert, ob Kindergeld oder Steuer auf Tabak. Zäh war es irgendwie immer. Und dann dauerte es nochmal Wochen bis Monate, bis die Entscheidung in ein Gesetz gegossen war.

    Und jetzt wird über Nacht unser Land komplett auf den Kopf gestellt, Häuser beschlagnahmt, Sozialkassen geplündert und Merkel sagt im Vorbeigehen, dass hier alles anders wird?

    Das darf doch nicht stimmen!

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