Drogenverkauf Stadtpark Hamburg

Sonntag, 23. August: Es war herrliches Sommerwetter und wie viele andere Leute auch liege ich im Stadtpark. Man liegt der Decke und liest, grillt, hört Musik… Da fällt mir ein junger Schwarzafrikaner auf, der durch die Reihen geht und spricht einzelne Leute anspricht: „Are you happy?“ und „want to become happy?“. Ich glaube nicht, dass er Happy-Massagen anbietet, nach meiner Lebenserfahrung handelt er mit Drogen.

Diese Dreistigkeit hat mich umgehauen: Er hat das vollkommen öffentlich im Stadtpark durchgezogen, nicht etwa in der „szenetypischen“ Umgebung wie z.B. an der Roten Flora, die komplett von drogenverkaufenden Schwarzafrikanern umgeben und von der Polizei aufgegeben worden ist. Für eine Sekunde kam mir der Gedanke, dass das nicht sein dürfte – nicht an einem Sonntag im Stadtpark. Was wäre gewesen, wenn ich 110 angerufen hätte? Wäre die Polizei überhaupt gekommen? Was hätten die Gutmenschen um mich herum gesagt/getan, mich einen Rassisten geschimpft?

Von einigen Liberalen höre ich „Marihuana legalisieren“ – klar, kann man machen, ich halte Hasch nicht für gefährlicher als Alkohol und da leisten wir uns ja auch die Kolateralschäden. Aber was hat das mit dem Schwarzafrikaner zu tun? Der will Geld verdienen und denkt nicht daran, sich an Regeln zu halten. Wenn der Gras-Markt durch Legalität ausgetrocknet wird, dann wird er einer anderen illegalen Tätigkeit nachgehen. Geht nicht anders, weil Geldverdienen der Grund seiner Flucht war und ist. Darauf könnte man antworten: „Sofortige Arbeitserlaubnis für jedermann“ – klar, kann man machen, aber die Nachfrage für einfache Tätigkeiten ist begrenzt.

Die Lösung sieht derzeit so aus: Die Regierung sitzt das Thema aus, die Medien singen das Lied der Solidarität und warnen vor Rassismus, die Stadt ist mit dem Aufbau von Zelten beschäftigt und die Polizei erklärt öffentlich, diese Taten nicht verfolgen zu können. So wie der HVV das Schwarzfahren nicht mehr ahnden wird. Das ist in meinen Augen eine Kapitulation.

Wir werden uns im Kleinen dran gewöhnen. So wie wir uns doch auch an pöbelnde und aggressive Südländer gewöhnt haben, die in der U-Bahn Unruhe stiften und herumpöbeln. Und wenn es mal einen von uns trifft, beschränken wir uns aufs Glotzen aus sicherer Entfernung- wie eine Herde Antilopen, aus deren Mitte ein Tier gerade von Raubieren gerissen und aufgefressen wird.

 

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