Hamburg Barmbek, ruhiger Hinterhof. Aber nicht mehr lange…

Worauf wir uns hier schon einmal einstellen können: Mit der Ruhe im Hinterhof dürfte es bald vorbei sein. Dieser Leserbrief zu einem Zeit Online Artikel gibt die Erfahrungen eines Anwohners eines Flüchtlingsheims wieder:

Ich wohne direkt neben einem Heim mit 180 Bewohnern und ich kenne fast alle persönlich, jeden Abend im Sommer ist Lärm bis mindestens 24 Uhr. Ich gehe runter und weise die Leute darauf hin und sie sind auch sofort leise, aber dadurch dass die Menschen keinen festen Tagesablauf haben (dürfen) entstehen viele Probleme.

Wenn ich keine Lust habe, jeden Abend vor dem Schlafengehen um Ruhe zu bitten, was dann? 110 anrufen? Oder bekommen wir auf dem Bürgersprechtag die Direktwahl für das zuständige Polizeirevier ausgehändigt? Oder müssen wir uns ein wenig anpassen und das als Kulturbereicherung akzeptieren, also ein wenig übermüdet auf die Arbeit gehen?

Schöner Leserbrief dazu auf Zeit Online:

„Abseits aller Diskussionen um Ausländerfeindlichkeit sollte man doch aber mal zur Kenntnis nehmen können, dass eine Unterkunft mit mehren hundert Flüchtlingen in einem eher dünn besiedelteren Wohngebiet dieses tatsächlich (negativ) verändert, denn von einer Einrichtung mit vielen Menschen gehen nunmal unweigerlich Lärmemissionen aus. Dabei spielt es zunächst auch keine Rolle, ob einem da überraschend eine Jugendherberge vor die Nase gesetzt wird oder eben ein Flüchtlingsheim mit hunderten Menschen, die eben aufgrund unserer speziellen Asylgesetzgebeung den ganzen Tag nicht arbeiten dürfen(!) und somit irgendwie die Zeit totschlagen müssen. Kein Wunder, dass sich die Anwohner da auf das Bauplanungsrecht berufen, dann dazu ist es schließlich da da: die Bewohner eines bestimmten festgelegten Gebietstyps davor zu schützen, dass ihnen nachträglich gebietsfremde Projekte vor die Nase gesetzt werden.“

Oder hier in der FAZ:

„In dem Gästehaus eines Gasthofs mitten im Ort seien junge Männer aus dem Kosovo und Albanien untergebracht gewesen, sagte Fuchs. Diese hätten immer wieder „die Nacht zum Tag gemacht“ und Anwohner unter anderem mit Müll und lauter Musik gestört. Nachdem einige der Männer im Freibad und in der Innenstadt dann auch noch junge Frauen belästigt hätten, sei die Situation eskaliert.“

Ich bin erstaunt, dass darüber noch so offen in den Medien berichtet werden darf. Immerhin die Kommentarfunktion zu diesen Thema hat die FAZ vorsorglich gekappt.

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