Flüchtlingsheim Hufnerstraße 51

Blockbrief

Herr Block informiert die Mietlinge und darf um freundliche Aufnahme der Flüchtlinge bitten.

Drei Wochen nach der Pressemitteilung bekommen dann auch die Anwohner mal eine Information. Und wieder wird der Patriarch des Unternehmens sehr gelobt:

„…hat sich Herr Block entschlossen, der Situation der Flüchtlinge Rechnung zu tragen. Um den aus großer Not Geflohenen nicht nur Unterkunft anzubieten, sondern auch die Integration in unserer Mitte zu unterstützen, wird die Hufnerstraße…“

Da die Stadt Hamburg monatlich Miete zahlt (=Steuergelder), trägt Herr Block mit der Vermietung seiner Immobilie primär seinem Vermögen Rechnung. Das ist auch nicht verwerflich, aber bitte bitte unterlasst doch die Lobpreisung eines Geschäftsmannes. Der Mann hat viel erreicht, will er jetzt am Ende seines Lebens unbedingt noch als Wohltäter gesehen werden?

Und weiter: „Wir dürfen Sie bitten, die Flüchtlinge ebenfalls mit offenen Armen in Ihrer Nachbarschaft zu begrüßen.“

Auf das ‚ebenfalls‘ bin ich gespannt. Was Eugen Block sich persönlich so für Integrationsmaßnahmen einfallen lässt. Bekommen Sie einen Gutschein für einen kleinen Hamburger? Oder bekommen sie einen Job als prekär beschäftigter Burgerwender in seinen Restaurants?

Heute morgen hieß es im Radio, dass die Betreuer von „Fördern und Wohnen“ schon mal angemeldet haben, dass sie nicht über ausreichend Personal in Hamburg verfügen. Da ist dann ja auch schon mal ein Schuldiger gefunden, wenn es später mit der Integration vor Ort nicht so klappt, dann sagt man einfach, es gab nicht genug Steuergeld für die Betreuung, also sind die Bürger schuld.

Kryptisch der letzte Satz: „Grundsätzlich sollen die im Übrigen bestehenden Planungen zum Wohnungsbau fortgeführt werden.“

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Ein Gedanke zu “Flüchtlingsheim Hufnerstraße 51

  1. Jetzt 1,5 Millionen Flüchtlinge, eine Verdopplung der bisherigen Annahmen ,medial tauchen diese Ströme gar nicht mehr auf, es gibt nur wenige Bilder, Berichte von den Grenzen, den Bahnhöfen etc.
    Das ist komisch, man hat das Gefühl man möchte das nicht mehr zeigen, warum?
    Den Bürger an die Hand nehmen nennt man das, traut man den Bürger nicht mehr zu diese Bilder angemessen zu bewerten?
    Die Sache ist wohl schlimmer als man sie eingestehen möchte..

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